Der Untergang der Mainstream-Medien

13. Februar 2010 von admin Kategorie: Artikel & News

von killignorance

Am 9. Februar zeigte arte den Themenabend “Journalismus auf Abwegen?” mit einer anschließenden Debatte. An demselben Abend lieferte das ZDF die leicht gekürzte BBC-Dokumentation “Die Jagd nach Osama bin Laden – Mythos und Wahrheit“. Von den alternativen und investigativen Medien reagierten auch Alexander Benesch (Infokrieg.tv), der die Sendungen in seinem Webradio kommentierte, und Frank Höfer (NuoViso), der in seinem Webblog “Die Mainstream-Medien am Ende?” titelte.




Frankreichs Meinungsmacher packen aus




Journalismus auf Abwegen? – Die Debatte.

“Journalismus auf Abwegen?” – Dieser Titel war auch Programm, hätte aber vielleicht besser mit einem Rufzeichen statt mit einem Fragezeichen geschrieben werden müssen. Weitere Videos in den nächsten Tagen in diesem Vimeo-Album.

Wie funktioniert aber das ganze? – Zur Klärung einige Beispiele

  1. Qualitäts-Journalismus aus Frankreich geht so: Partizipative Nachrichtenseiten wie lepost.fr werden laut dem arte-Bericht offenbar überschwemmt von Verschwörungstheoretikern. Es werden zwar – verständlicherweise – nur die nicht repräsentativen Beispiele genannt (wie angeblich zionistische oder israelkritische Nachrichten), aber sicher wurden auch Tausende gute Argumente und unzählige Beweise eingereicht. Beweise zum Beispiel, die die offizielle Darstellung von 9/11 widerlegen. Was geschieht nun in der Redaktion, fragt man sich? Ganz einfach: Man klickt auf “Löschen”. Was sonst?
  2. Qualitäts-Journalismus aus Deutschland geht etwas anders: Menschen wie Michael Jürgs können nichts anderes als Ihre Überheblichkeit demonstrieren, polemisieren, Desinformation streuen, alternative Medien diffamieren und denunzieren. Was sonst hat er (argumentativ) zu bieten? Leider nichts, zumindest nicht in der genannten arte-Sendung, und Fakten liefert er ebenfalls nicht. Hat er keine? Vielleicht deshalb geht er auch mit keinem Wort auf die Argumente der Internet-Theorien ein. Und solche Leute meinen, gute Repräsentanten von seriösen Nachrichten zu sein!

Die Medien lügen. Und zwar auf der ganzen Bandbreite der entscheidenden Kernfragen, die für die freie Meinungsbildung wichtig wären: Von Schweinegrippe, Wettermanipulation, 9/11 bis Climategate. Im Jahr 2010 könnte das nun eigentlich jeder wissen. Sie verbreiten Desinformation und Nichtaufklärung, sie wollen nicht zusammenhängend berichten, keine Schlüsse ziehen und schon gar nicht aus vergangenen Fehlern lernen. – Und was geschieht? Sie können (und wollen) es selbst nicht fassen, drehen den Spieß um und bezeichnen alles, was abseits des Mainstreams zu lesen ist als “Schwachsinn”, “Verschwörungstheorien”, “Dummheiten” und Fanatismus (Michael Jürgs).

Die Medien gehen mit sich selbst genauso um, wie bisher auch schon mit den Sachfragen: Sie vermeiden es um jeden Preis, den Ursachen auf den Grund zu gehen. (Sehr schön aktuell an der Steuersünder-CD zu beobachten.) Wahre Sinnfragen und wissenschaftliche Fragen werden unter den Tisch gekehrt. So sehe ich auch keinen anderen Weg für die Nachrichten-Selektoren von heute, morgen schon “Schnee” von gestern zu sein. Wenn sie nicht noch im letzten Augenblick eine 180-Grad-Wendung schaffen, werden sie untergehen. Dass es auch anders gehen kann, also dass durch wertungsfreie Information, Nennung von Fakten und dem Stellen berechtigter, offener Fragen auch die Gegenseite dargestellt werden kann, hat Oliver Janich in seinen Artikeln zu 9/11 (PDF) und Klimagate (PDF) bewiesen. Schaffen die Medien die Wende nicht, wird sich zeigen, was die Welt verändern kann: Ständig wiederholte Desinformation und Diffamierung aller Anderswissenden oder die Suche der wissenschaftlichen Wahrheit.

Jetzt ist der Zeitpunkt: Werft Eure Fernseher raus und reduziert* oder erspart* Euch so die GEZ-Gebühren! Wer den Medien nicht traut, sollte dies auch zeigen und handeln. Nicht später, nicht 2012 oder ‘13, sondern jetzt sofort. (* Je nach dem ob noch andere gebührenpflichtige Geräte vorhanden sind; Anmerkung leider notwendig.) Vor allem möchte ich auffordern: Stellt die richtigen Fragen, stellt immer die Beweis-Frage und lasst Euch nicht längst wiederlegte angebliche Beweise verkaufen. Jeder kann sagen, “eine Kartoffel ist Lila-Grün gestreift, wenn sie in der Erde wächst”. Doch das funktioniert ja nur solange, wie niemand hingeht und nachsieht, welche Farbe sie hat. Der “Klimawandel” ist auch nicht deswegen realer, weil angebliche Beweise permanent ungeprüft wiederholt werden.

Jonathan Fenby bemängelt zum Beispiel, dass im Internetzeitalter jedermann schreiben kann, was und wann er will. Es gebe keine Gegenrede und keinen Dialog – Das gilt leider genauso für den Mainstream. Er schreibt offenbar selbst was und wie er will. Noch viel interessanter ist aber, was er nicht schreibt, welche Themen und Fakten er ausblendet… und meist sind dies die für die Meinungsbildung entscheidenden Fakten. Dass der Mainstream selbst keinen Dialog haben will, zeigt sich in der arte-Debatte sehr schön. Frank Höfer schrieb darüber.

Einige Vorschläge an die Herren: 1. Die ursprüngliche Aufgabe des Journalismus wieder erfüllen. 2. Bestimmte Themen nicht einfach totschweigen. 3. Fakten liefern, nicht Meinung ohne Faktenbezug machen. 4. Nicht von investigativem Journalismus plappern, sondern endlich selbst damit anfangen. Nicht Bürgerjournalisten diffamieren und schlecht machen, und selbst keinen Deut besser sein. – Dann werden sich vielleicht auch die Auflagen wieder steigern lassen. Vielleicht.


Quelle: Mut zur Wahrheit


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