von Kybeline
Der italienische Staatsanwalt und Mafia-Experte Nicola Gratteri warnt Deutschland von den mafiösen Strukturen – nicht nur von den italienischen, sondern auch von den türkischen und osteuropäischen.
Gratteri sieht in Deutschland und den Nachbarländern aber nicht nur die italienische Mafia fest verwurzelt, sondern auch mafiose Strukturen von Türken und Osteuropäern. Auch die will er bekämpfen. ,,Die Mafia bedeutet Armut für die Bevölkerung und die Degradierung des sozialen Bewusstseins”, sagt er im Gespräch mit Journalisten. Die Mafia kontrolliere europaweit den Drogenhandel, die Prostitution, wasche ihr schmutziges Geld durch den Kauf hochwertiger Immobilien und Firmen.
Und er gibt Einblick in die Arbeitsweise der Mafia, die längst nicht mehr so arbeitet, wie wir sie aus den klassischen Mafia-Filmen kennen, sondern eher aus den Chefetagen der Wirtschaft, der Medien, der Politik:
Wirtschaft:
Schutzgelderpressung im herkömmlichen Stil gehört längst der Vergangenheit an. Heute geht die Mafia raffinierter vor. Wenn sie vom Betreiber einer Pizzeria Geld fordert, übt sie Zwang aus. Dann muss er Käse für horrende Summen kaufen. Aus einem von der Mafia kontrollierten Betrieb. Zahlt er den geforderten Preis nicht, spielt er mit seinem Leben.
Medien:
Unterdessen baue die Mafia ihre Macht weiter aus, kauft sogar Zeitungsverlage und Fernsehsender
Politik:
Ein in Italien kandidierender Senator von Mafias Gnaden ließ bei im Rhein-Main-Gebiet lebenden Italienern Stimmen für seine Wahl kaufen. Schellhass verspricht seinem Kollegen Andrea Barducci aus der Partnerprovinz Florenz, das Thema in seinem Einflussbereich jetzt öfter zu thematisieren. Er ist schockiert von der Aussage Gratteris, die Mafia zähle ihr Geld nicht mehr, sie wiege es.
,,Die heutige Mafiabosse sind Manager, die Strukturen der Staaten infiltrieren”, warnt der italienische Staatsanwalt.
Quelle: Europäische Werte
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |






