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Das Gesundheitssystem kommt ins trudeln, jetzt sind schon 3 Krankenkassen in Deutschland kurz vor der Pleite. Nachdem die City BKK und wenig später auch die BKK Heilberufe finanzielle Schwierigkeiten bekannt gab, meldet jetzt die dritte Krankenkasse, die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) Insolvenzgefahr.
Ein Virus breitet sich in Deutschland aus H3-Pleitica, jetzt erwischt es auch die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK). Bereits in der vergangenen Woche, hat die GBK beim Bundesversicherungsamt (BVA) eine Insolvenzgefahr gemeldet, so eine Sprecherin des BKK-Bundesverbandes der Financial Times Deutschland (Dienstagsausgabe).
Nach der Gesundheitsreform der Großen Koalition sind weitere Kassenpleiten möglich. Die Pleiten der Krankenkassen sind von der Bundesregierung gewollt, denn laut Financial Times Deutschland, wünscht sich die Regierung weniger Anbieter auf dem Markt der Krankenkassen. Derzeit buhlen etwa 170 Krankenkassen um Patienten, aber nach Einschätzung der Regierung würden 50 reichen, um einen Wettbewerb unter den Kassen aufrecht zu erhalten.
Die Financial Times Deutschland berichtet:
Der Vorstand der GBK, Helmut Wasserfuhr, bestritt die Insolvenzgefahr: “Wir haben einen Liquiditätsplan bis Ende des Jahres, wir sind jederzeit zahlungsfähig”, sagte der Kassenchef. Er habe dem BVA gemeldet, dass das Vermögen seiner Kasse “aufs Jahr gesehen leicht in die Miese” käme. Er verhandle derzeit mit anderen Betriebskrankenkassen über eine mögliche Fusion. Die Gespräche stünden aber noch am Anfang.
Mit nur 33.000 Versicherten, zählt die GBK zu den kleinen Krankenkassen. Die Gefahr von Dominoeffekten ist hoch, denn muss eine Krankenkasse geschlossen werden, haften die noch gesunden Kassen der gleichen Art, hier also die Betriebskrankenkassen für die Verbindlichkeiten der Pleitekassen. Damit könnten jetzt noch finanziell ausgeglichene Kassen in den Sog der Pleite gezogen werden. Noch werde aber nach Fusionspartnern gesucht um die GBK zu retten.
Bei anderen Kassen sieht es da schon schlechter aus. Das Versicherungsamt und das Ministerium haben sich bereits darauf geeinigt, die City BKK mit rund 200.000 Versicherten, darunter überdurchschnittlich viele Rentner, zum 1. September zu schließen.
Das eigentliche Problem der Pleiten ist aber aus meiner Sicht, der immer weiter sinkende Reallohn in Deutschland. Die Beitragszahler verdienen weniger und zahlen weniger Beiträge in die Kassen ein. Womit wir wieder beim Thema Mindestlohn sind. Ein Mindestlohn von 9,50 Euro in allen Berufszweigen, würde viele Probleme lösen, wie etwa die Beitragszahlungen für Krankenkassen aber auch für die Rentenkasse. Weiter würde die Bundesregierung durch die Mehreinnahme an Einkommenssteuer mehr Geld in die öffentlichen Kassen spülen. Das Märchen vom Vernichten von Jobs bei einem Mindestlohn, kann nur in sehr geringem Ausmaß gelten. Die meisten Jobs im Niedriglohnbereich, halten die Firmen für die Leiharbeit. Würde die Leiharbeit durch einen Mindestlohn von 9,50 Euro teurer, würden die Unternehmen wieder selbst einstellen, da die Kosten geringer wären, als bei den Verleihern.
