Wem gehört Deutschland?

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Mrz 082010

von Sugus

Spanien gehört den Spaniern, Italien den Italienern, Bulgarien den Bulgaren. Doch wem gehört Deutschland? Deutschland gehört „zu einem nicht geringen Teil auch den Türken.“ Zumindest wenn wir Ismail Boro, Serdar Somuncu und Angela Merkel glauben wollen.

Ismail Boro, durch die Serie „Schwarzwaldhaus 1902“ bekanntgeworden, verfasste 2008 ein Buch mit dem Titel „Die getürkte Republik. Woran die Integration in Deutschland scheitert.“ Neben vielen vernünftigen Ansichten (er kritisiert z.B. die DITIB scharf) stehen dort aber auch solche Sätze über die Türken in Deutschland:

„Die Wahrheit ist, daß sie als Gäste gekommen, schon längst Eigentümer geworden sind! Und daß sie nicht unsere Sozialsysteme belasten, sondern daß sie höchstens die Leistungen in Anspruch nehmen, für die sie jahrelang einbezahlt haben und dies weiterhin tun. Die Türken sind also da, und sie werden immer in Deutschland sein. Die Frage lautet nicht, ob die Türken in Deutschland bleiben werden, sondern wie sie in Deutschland leben werden.“ (Ismail Boro, „Die getürkte Republik“, S. 63-64)

Der Kabarettist Serdar Somuncu in seinem Buch „Der Antitürke“ (2009):

„Der in Deutschland lebende Türke muß aufhören, sich als Deutscher zweiter Klasse zu sehen. Dieses Deutschland gehört zu einem nicht geringen Teil auch den Türken. Es ist deshalb ein Fehler, die Fragen und Problemstellungen, die Deutschland betreffen, nur den Deutschen zu überlassen. Die Türken müssen lernen, ihre Ansprüche an Deutschland selbstbewußter zu stellen und dabei ihr eigener Anwalt zu sein.“
(Serdar Somuncu, „Der Antitürke“, S. 143)

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Anfang Februar 2008 nach dem Brand in Ludwigshafen bei einem Treffen mit deutschen und türkischen Jugendlichen:

„Es ist unser gemeinsames Land.“

Wie soll man diesen Satz verstehen? Ob sie weiß, wie die Türken in Deutschland diesen Satz auffassen werden, auffassen möchten? Jede Kolonisierung beginnt zuerst mit Besitzansprüchen. Die Türken wissen das. Weiß Merkel es?


Quelle: Politically Incorrect

von Geierschreck

Burdas FOCUS und Bambi-BUNTE gegen Lafontaine und Wagenknecht

Unter dem Titel “Was wusste FOCUS über Bespitzelungs-Methoden von Burdas CMK-Agenten” (II) wurde bei der READERS-EDITION bereits am 5.3.2010 im zweiten Teil über diese Burda-Affäre berichtet. Inzwischen sind noch Bespitzelungen durch die Burda-CMK-Agenten gegen weitere Politiker bekannt geworden. Meist handelt es sich jedoch um den üblichen Tratsch der Regenbogen-Presse.

In keinem Fall ging es um das Schüren von Verdächtigungen gegen eigene Parteifreunde und sogar gegen die Ehefrau wie bei den Burda-FOCUS-Diffamierungen von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine, der als westdeutscher Haupt-Akteur gegen die Umverteilung nach oben von den FDP-Propagandisten und sonstigen neoliberalen Meinungsmachern immer wieder mit “fortgesetzten Hasskampagnen” verfolgt wurde (sh. Teil I).

In den übrigen Fällen mag gelten, was der ehemalige Klatsch-Reporter Michael Kneißler sagt. Dazu heißt es in einer taz-Satire vom 4.3.2010 unter der Überschrift “HELMUT MARKWORTS NEUES GLÜCK- Weiß seine ‘Bunte’-Frau davon?”:

Bliebe die Frage: Was genau ist skandalös am Fall Bunte/CMK? Michael Kneissler ist People-Reporter. Er hat bei Bunte und Stern gearbeitet, heute schreibt er Bücher und ist Promi-Blogger. “Wenn es in diesem Fall überhaupt einen Skandal gibt”, sagt er, “dann besteht er darin, dass die Bunte-Redaktion das journalistische Kerngeschäft, die Recherche, aus der Hand gibt”; dass sie also eine Fotoagentur beauftrage, die auch detektivische Dienste anbiete, statt selbst das Heft in der Hand zu behalten…

“Der deutsche People-Journalismus ist wahrscheinlich einer der harmlosesten der Welt.”  Es gebe eher die Tendenz zur Hofberichterstattung, auch über Politiker.

So läuft es tatsächlich bei den üblichen Huldigungen fürs Umfrage-Barometer und den Wahltag zugunsten von Angela Merkel und den übrigen Neoliberalen in ihren Medien von der Friede-Springer-Truppe bis hin zur Burda-BUNTEN. Im Fall von Oskar Lafontaine gilt das jedoch nicht, weil hier solche Bespitzelungen zur üblichen Hetze gegen ihn missbraucht werden.

Der Artikel wird hier noch fortgesetzt durch einige Ergänzungen zur Erklärung der BUNTE-Redaktion, “dass sie von unseriösen Recherchemethoden keine Kenntnis” habe.

Burda-CMK-Agent 002Collage: Geierschreck mit Zombie v. 30.11.2005

Diese Behauptung scheint auch rechtlich unhaltbar. Sie wurde gegen den STERN geltend gemacht bei der Prozess-Androhung durch Burda mit den Worten: “Die ‘Bunte’-Chefredaktion habe jedoch am vergangenen Freitag auf Anfrage des ‘Stern’ schriftlich klargestellt, dass sie von unseriösen Recherchemethoden keine Kenntnis hat.” (Sh. oben).Tatsächlich hätte aber der CMK-Inhaber Kießling mit seinen Arbeitsmethoden den Burda-Journalisten schon längst bekannt sein müssen aus der Zeit, als er an ihrem Verlagsort München noch genug Staub aufgewirbelt hat, denn in einer Pressemitteilung vom 5.3.2010 für den Branchendienst MEEDIA heißt es:

Der Bayerische Journalistenverband (BJV) wollte Stefan Kießling, einen der Chefs der Berliner Foto- und Rechercheagentur CMK, im Jahr 2004 wegen “unkollegialen Verhaltens” ausschließen. Kießling sei einem Ausschlussverfahren durch den Umzug seiner Agentur von München nach Berlin zuvorgekommen. “Wir waren sehr froh, dass er weg war”, sagte die BJV-Geschäftsführerin Frauke Ancker dem Medienportal MEEDIA.

Kießling sei für zahlreiche Paparazzi-Abschüsse im Raum München verantwortlich gewesen. Laut BJV hat es mit ihm und seiner Agentur immer wieder Ärger wegen angeblich unlauteren Methoden gegeben.

(Sh. “MEEDIA: Journalistenverband wollte CMK-Chef rauswerfen”, pressseportal.de, 5.3.2010.)

Hilfreich zur Unterscheidung des wichtigen investigativen Journalismus von profitgierigen Schnüffeleien auf Kosten anderer ist auch ein Interview mit dem Stern-Reporter Hans-Martin Tillack in dem “Video-Tipp” von Nicole Oppelt zum Youtube-Video: “‘Bunte’ Spitzelei? – Zugabe zum radioeins-Medienmagazin vom 27.2.2010″ (sh. readers-edition.de, 1.3.2010). Darin sagte Hans-Martin Tillack:

Wenn wir recherchieren mit dem Versuch, dass die Betroffenen das möglichst nicht erfahren, tun wir das, um Missstände von öffentlichem Interesse aufzudecken, also wenn es um Korruption geht oder Amtsmissbrauch. In dem Fall, in den Fällen, die wir beschrieben haben, ging es aber der BUNTEN darum – das hat sie auch öffentlich eingeräumt, rauszufinden: Hat Franz Müntefering eine neue Freundin, hat Oskar Lafontaine ein Verhältnis mit Sahra Wagenknecht…

Gerechtfertigt wären demnach insbesondere auch solche verdeckten Ermittlungen im Burda-Verlag zur Beantwortung der Frage, die hier im Titel gestellt wird.

Man sollte aber nicht – wie der MEEDIA-Autor Stefan Winterbauer – von einer “Selbst-Zerfleischung der Branche” sprechen (sh. “Stern vs. Bunte: Risiken und Nebenwirkungen”, meedia.de, 1.3.2010), denn das Ziel ist doch eine überfällige Selbst-Reinigung vom Missbrauch der verfassungsmäßigen Pressefreiheit, um diese selbst weiterhin zu rechtfertigen.

Mit der Journalisten-Schelte ist es ähnlich wie mit der Politiker-Schelte, die man auch stets mit der Anerkennung für Positiv-Beispiele verbinden sollte. Ebenso wäre es fatal, über “die Menschen” im Allgemeinen zu urteilen. Wenn man das beachtet, muss auch Winterbauer nicht recht haben mit seiner Befürchtung: “Am Ende … wird die ganze Medienbranche an Glaubwürdigkeit einbüßen” (ebd.). Sehr bemerkenswert ist aber Winterbauers folgendes Zitat (ebd.):

Ex-Bunte-Reporter und Klatsch-Ikone Michael Gräter sagte den bemerkenswerten Satz: “Das ist das erste Mal, dass eine Krähe der anderen ein Auge aushackt.”

Denn hier könnte sich tatsächlich die längst überfällige Selbst-Reinigung anbahnen. Interessant ist auch Winterbauers Hinweis auf die anklagenden Fragen des Hamburger Abendblatt nach der Bezahlung der STERN-Informanten. Ausgerechnet dieses Friede-Springer Blatt bemerkt vorwurfsvoll: “dass viele, gerade zwielichtige Figuren ihre Infos nur gegen Bares rausrücken ist in der Branche leider gang und gäbe.” Das klingt sehr nach der FDP-Empörung über den Ankauf von Steuerhinterziehungs-Daten über ihre Schützlinge (sh. “FDP schützt ihre Steuer-Großbetrüger und will erneute CD-Ankäufe blockieren – Teil 2″, readers-edition.de, 15.2.2010).

Den entscheidenden Hinweis zum Verständnis der Vorgänge gibt der Medien-Professor Bernhard Pörksen in einem Interview vom 26.2.2010 mit dem Medien-Dienst MEEDIA. Dort heißt es unter der Überschrift: “MEDIEN-PROFESSOR PÖRKSEN ÜBER DIE SPITZEL-AFFÄRE – ‘Outsourcing publizistischer Drecksarbeit’“:

Wie gesagt, noch liegen nicht alle Fakten auf dem Tisch. Aber wenn die Sache stimmt, haben wir es hier mit einer neuen Geschäftsidee zu tun: Outsourcing von publizistischer Drecksarbeit, die keine öffentliche Relevanz besitzt.

Mit diesem “Outsourcing von … Drecksarbeit” ergibt sich zumindest eine Teilantwort auf die Frage im Titel dieses Artikels.


Quelle: Readers Edition

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Der Hartz IV Rassismus

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Mrz 082010

von Jochen Hoff

Der chinesische General Sunzi beschreibt 500 vor Christus in seinem Buch “Über die Kriegskunst” die taktische Vorgehensweise des “Teile und Herrsche oder besser bekannt als “Divide et impera“. Dabei geht es darum einen Gegner in möglichst kleine Untergruppen zu zerteilen, die sich dann leichter besiegen lassen. Im Grunde genommen ist das aber nicht nur ein Leitsatz des Krieges, sondern auch das bestimmende Element jeder Diktatur. Egal ob es sich um Feudalismus, Faschismus oder Kommunismus handelt. Auch Religionen funktionieren so.

Dabei werden Gruppen geschaffen, denen mehr oder weniger willkürliche Rechte so zugewiesen werden, das eine Pyramide entsteht. Das gilt selbstverständlich auch für das kapitalistische System, den man insbesondere in seiner Ausprägung als Manchester- oder Raubtierkapitalismus grundsätzlich als ein faschistisches System, in diesem Zusammenhang also als Wirtschaftsfaschismus bezeichnen kann. In dieser Variante unterscheidet er sich nur unwesentlich von anderen Faschismusvarianten.

Tatsächlich geht es nur darum die Spitze der Pyramide übersatt zu füttern. Brosamen vom Tisch der Herren, die zur Zeit “Leistungsträger” genannt werden wollen, obwohl sie nichts leisten, gibt es nur für diejenigen die den Unterdrückungs- und Ausbeutungsapparat stützen. Diese Günstlinge werden für ihren Verrat an der Gemeinschaft gehätschelt, allerdings auch gnadenlos geopfert, wenn dies nur den kleinsten Zusatzgewinn verspricht. Die Günstlinge versuchen sich davor zu schützen, indem sie die Befehle ihrer Herren, quasi schon vorausschauend und immer übertreibend noch weiter verschärfen und somit das Leben der restlichen Bürger noch weiter verschlechtern.

In diesem Zusammenhang sind die Richter zu nennen, die Bagatelldelikte dazu benützen um Leben auf Dauer zu zerstören, wie jene Ingrid Schmidt, die Emilys Kündigung bestätigte, oder solche Mörder wie der Altministerpräsident Filbinger der selbst in Kriegsgefangenschaft noch den Matrosen Walter Gröger ermorden ließ und den der jetzige EU-Kommissar von Merkels Gnaden Oettinger als Widerstandskämpfer dazustellen versuchte. Bei den Nazis ist dieser Zusammenhalt der faschischtischen Elemente übrigens besonders deutlich zu sehen und teilweise wurden sie nach dem Krieg direkt in die Machtzentralen der deutschen Politik und Wirtschaft übernommen.

Logischerweise ist es bei dieser Pyramide so, dass die, die oben sitzen auf die unter ihnen herabsehen und in denen weitgehend eine völlig andere Rasse sehen, die keinesfalls die gleichen Rechte beanspruchen kann wie sie selber. Sie sehen in den unter ihnen stehenden Elemente meist nur Insektenartige deren Vernichtung keinerlei moralische Rücksichten erfordert.

Nach dem zweiten Weltkrieg und angesichts des real existierenden Sozialismus gab es eine Phase in der sich der Wirtschaftsfaschismus eine Zeit lang geläutert gab, um sich zum einen vom Nazifaschismus abzugrenzen, zum anderen aber auch um das Überlaufen der Arbeitnehmer zum Sozialismus zu verhindern. Diese Phase wird in Deutschland als soziale Marktwirtschaft bezeichnet und endete sofort mit dem Zerfall des real existierenden Sozialismus.

Damals waren die unterste Schicht der Pyramide, die Sozialhilfeempänger und dauerhaft nicht arbeitsfähig Erkrankten sowie deren Familien. Die nächste Schicht bildeten die Arbeitslosen, die Arbeitnehmer in den Leichtlohngruppen, den Dienstleistungen und ohne gewerkschaftliche Organisation. Darüber kamen die Arbeiter und kleinen Angestellten und dann die Angestellten die sich als Mittelschicht sahen und auch als solche gesehen wurden. Die mittleren und leitenden Angestellten betrachteten sich schon als zur Oberschicht zugehörig, waren aber real auch nur gutbezahlte Handlanger im Unterdrückungssystem.

Die von dem dem kriminellen Peter Hartz und den anderen Neoliberalen ausgeheckte Hartz Gesetzgebung änderte dies rasant. So wurden Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose die länger als ein Jahr arbeitslos waren in der untersten Schicht der Pyramide zusammengefasst und als Hartz IV Empfänger bezeichnet. Damit wurde bewusst der obdachlose Säufer zusammen mit der alleinerziehenden Mutter in eine Schicht gepresst. Der Arbeiter der sich nach 30 Jahren kaputt gearbeitet hatte wurde mit dem dauerhaft psychisch erkrankten in eine Gruppe gedrückt. Auch der Niedriglohnsektor, der Arbeit zu immer niedrigeren Löhnen anbot, kam in diese Schicht und die Tatsache dass die Arbeitgeber keine anständigen Löhne zahlten und die Arbeitnehmer mit Hartz IV aufstocken mussten, wurde den Arbeitnehmern zum Vorwurf gemacht.

Es war völlig egal wieviel Ehrgeiz und Kraft auch jemand zeigte, es sollte keinen Ausweg aus Hartz IV geben, weil ja das Kapital und die Regierung wusste, dass man nicht gleichzeitig den Export von Arbeit in Billiglohnländer steuerlich fördern und zu Hause für weitgehende Vollbeschäftigung sorgen kann. Es war also wichtig eine möglichst inhomogene Gruppe zu bilden, die aufgrund mangelnder Gemeinsamkeiten auch keinen Widerstand organisieren würde.

Gleichzeitig wurde eine neue Mittelschicht mit den Mitteln der Propaganda definiert. Zu der zählten plötzlich auch die Kleingewerbetreibenden, viele Freiberufler aber auch das mittlere und Teile des oberen Managements. Bildungsministerin Schavan versuchte den Lohn für Ingenieure auf 30.000 Euro zu begrenzen und die Löhne insgesamt sanken real immer weiter ab, während gleichzeitig auf die Arbeitnehmer immer mehr Kosten aus den Sozialversicherungen zukamen. Gleichzeitig wurde das Kapital erheblich subventioniert.

Diese neue Mittelschicht, die tatsächlich rund 80 Prozent aller Steuern und sozialen Lasten trägt, wird nun als Hammer benutzt um die Hartz IV ler zu zermalmen. Denen wurde erklärt “Du bist Deutschland!”. Was natürlich heißen sollte: “Lass dir von den Hartz IV Schmarotzern nichts wegnehmen. Dieser nette Gedanke stammte natürlich direkt von den Nazis wie so vieles was diese angeblichen Neoliberalen von sich geben.

© Foto Leider keine bekannte Quelle, bitte um Hinweis

Es ist kein Zufall, dass die Neoliberalen und vor allem die verkommene und gekaufte FDP den Nazi Kernsatz “Arbeit macht frei” der den Einsatz des Konzentrationslager Auschwitz krönte, durch den neuen wirtschaftsfaschistischen Leitsatz “Leistung muss sich wieder lohnen” ersetzte. Beides sind Parolen aus dem gleichen Geist. Und beides sind Lügen.

Niemand konnte durch Arbeit aus Auschwitz entkommen. Der einzige Ausweg war der Tod. Entweder in der Gaskammer oder durch Hunger und Krankheiten. Die FDP will auch nicht, dass sich Leistung lohnt, sondern sie will, dass sich das leistungslose Schmarotzertum der politischen Kaste noch mehr lohnt. Wie dieser Rösler der sich gleich haufenweise die Lobbyisten der Versicherungswirtschaft ins Amt holt oder dieser Niebel, der sein Ministerium eigentlich auflösen wollte, bis er dort Minister wurde und jetzt aus dem Entwicklungshilfeministerium eine Versorgungsstelle für nicht mehr brauchbare FDP-Kader macht.

Überhaupt ist es bezeichnend, dass sich gerade die Typen über die Hartz IV ler erheben, die selber den meisten Dreck am Stecken haben. Sowie der oberste Benediktiner, Abtprimas Notker Wolf, der jetzt so sauer ist, das seinem kindermisshandelndem und kinderfickendem Orden an den Kragen geht un der schon immer auf der Seite der INSM gegen die Armen und Schwachen gehetzt hat.

Leute wie Thilo Sarrazin, der in Berlin in verschiedenen Fällen nur durch seine politische Macht verhindern konnte, dass er für seine Machenchaft z.B. bei der BVG und dem Tempodrom nicht verurteilt werden konnte. Wie sein Freund der offene Rassist Henkel, der sogar die USA zwingen möchte den Rassismus wieder einzuführen.

Es sind immer die gleichen Leute, die die immer gleiche Hetze veranstalten. Sogar der Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann der gleichzeitig auch noch Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist und mit beiden Gehältern nicht auskam, so dass er und andere aus seinem Haus sich auch noch ein drittes Gehalt aus dem DIW USA gönnen mussten, wagt es immer noch seine dreckigen Propagandlügen zu verbreiten. Das IZA ist übrigens eine Gründung des kriminellen Steuerhinterziehers Zumwinkel.

Über Hassprediger Westerwelle muss niemand reden. Er kann zwar kein Englisch, aber dafür eröffnet er ganz nett Hotels und macht für die Häuser die sein Lebensgefährte betreut auch noch kräftig Werbung. Tatsächlich hat er gegen Geld (Parteispenden die von vielen als reines Bestechungsgeld angesehen werden) auch die Mehrwertsteuer für Hotels gesenkt, aber die für Windeln und Babybedarf natürlich nicht.

Oh ja, er hasst diese andere Rasse die ihm kein Geld spenden kann und trotzdem leben will. Er würde denen keinen Pfennig gönnen und für ihn sind Arbeitslose keine Menschen. Aber das ist nicht schlimm. Westerwelle kann nicht nur kein Englisch. Er kann nichts, was für andere Menschen nützlich wäre und so wie er die Bürger hasst, hassen die Bürger zurück.

Das was der Kabarettisten Michael Lerchenberg auf dem Nockherberg gesagt hat, trifft den Kern des Westerwelle und der FDP sehr genau:

Der Redner Lerchenberg hatte in der satirischen Rede am Mittwoch fabuliert, FDP-Chef Guido Westerwelle wolle nun alle «Hartz IV»-Empfänger bei Wasser und Brot in einem Lager in Ostdeutschland sammeln – «drumrum ein Stacheldraht, das haben wir schon mal gehabt». Und über dem Eingang, «bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Lettern: Leistung muss sich wieder lohnen». Beobachter sahen darin eine Anspielung auf den menschenverachtenden Spruch «Arbeit macht frei» am Tor des Konzentrationslagers Auschwitz.

Natürlich war das sein letzter Auftritt auf dieser Veranstaltung. Die Wahrheit darf man in Deutschland nämlich nicht sagen. Selbst eine so intelligente Frau wie die Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, fällt in den Sermon der Kritiker ein. Ja. Frau Knobloch. Man darf den Holocaust, die 6 Millionen ermordeten Juden nicht verallgemeinern. Aber bitte gestehen sie uns Deutschen zu, dass dort in Auschwitz und in den anderen Lager auch etwas über eine Million Menschen ermordet wurden, die keine Juden waren. Kommunisten, Sozialisten, Schwule, Zeugen Jehovas, Asoziale und und und.

Liebe Frau Knobloch, gehen sie in die jüdischen Gemeinden in Deutschland. Nicht da wo das Geld und Gold glänzt, sondern zu den Armen und sehen sie dort was passiert. In der Rasse der Hartz IV ler sind ihre Leute längst eingemeindet und die Truppen die in Deutschland die Muslime jagen, warten nur auf die Gelegenheit wieder über die Juden herzufallen. Rassismus betrifft immer alle.

Aber auch die Mittelschicht wird mit wachsender Geschwindigkeit immer kleiner. In einer Studie des DIW, also eines Vereines der nur für neoliberale Propaganda gebraucht wird, geht man davon aus, das alle die zwischen 70 und 150 Prozent des durchschnittlichen Einkommens erzielen zur Mittelschicht gehören. Obwohl damit ein Ein-Personen-Haushalt mit 1.000 Euro Monatseinkommen damit schon zum Mittelstand zählt, sind im Laufe der letzten 10 Jahre im Jahresdurchschnitt auch noch unter diese Grenze gerutscht.

Da ist es lustig wenn das IZA des Herrn Zimmermann davon ausgeht, dass sich der Mittelstand nicht vor Hartz IV fürchten muss, weil die wenigsten Hartz IV ler vor dem Bezug von Hartz IV mehr als 3.000 Euro verdient hätten. Laut der DIW Rechnung wäre solch ein Einkommen schon bei der Oberschicht einzuordnen, da es 210 Prozent über deren Mittelwert liegt.

Real kommen vor Hartz IV meist noch zwei verzweifelte Arbeitsaufnahmen, bei denen sowohl der berufliche Status als auch das Einkommensniveau zum Teufel gehen, bevor dann das unvermeidlich Ende kommt. Aber dies geht leider immer schneller. Und das ist auch so gewollt.

In Deutschland gibt es 1,37 Millionen Menschen die so erbärmlich wenig verdienen, dass sie ihr Gehalt noch mit Hartz IV aufstocken müssen. Zehn Prozent davon arbeiten im öffentlichen Dienst. 1,37 Millionen ehrliche Jobs die es nur deshalb nicht gibt, weil Hartz IV der bequeme Mindestlohn der Ausbeuter ist und wenn es nach den Meinungsführern des Kapitals geht, sollen noch weit mehr Leute in diese Sklaverei gedrückt werden. Durch Lohnverzicht und betrügerische Verhandlungen helfen die Gewerkschaften fleißig dabei mit, die Löhne zu drücken.

Die Medien, die man ruhig als Systemmedien bezeichnen kann, weil sie entweder wie die Springer-Unterdrückungspresse als Propagandablatt schon immer gegen die Menschen waren, oder einfach um Werbung zu bekommen alles tun, was verlangt wird. Dies gilt insbesondere für die öffentlich Unrechten, in denen ja ein Roland Koch bestimmt, wer was werden oder bleiben darf und welche Themen behandelt werden dürfen. Die Gleichschaltung der Medien kann als abgeschlossen und gelungen bezeichnet werden.

Ähnlich wie in der DDR gibt es zwar noch verschiedene Parteien die aber im wesentlichen alle vom Kapital gekauft wurden. Der Bürger kann zwar formal wählen, aber es ist völlig egal was er wählt und die Wähler werden durch die Systemmedien direkt manipuliert, so dass es keinen Wandel geben kann.

Die Hatz gegen die Hartz IV Empfänger in Deutschland ist übrigens sehr erfolgreich. Rund 500.000 Menschen die aufgrund ihres geringen Einkommens in Vollzeitarbeit einen Anspruch auf Aufstockergeld aus Hartz IV hätten, nehmen aus Scham und Angst vor den Drangsalierungen der Hartz IV Schergen ihren Anspruch nicht wahr. Jede Studie verrät im Grunde genommen das gleiche Geheimnis, das keines ist. In Deutschland versinken immer mehr Menschen in Armut und Hoffnungslosigkeit, während einige wenige immer reicher werden.

Der Leiter des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V., Paul.M. Schröder, hat die ganze schörkellose Wahrheit über Hartz IV wie folgt zusammengefasst:

Im Haushaltsjahr 2009 wurden vom Bund und den Kommunen insgesamt 46,7 Milliarden Euro auf
Grundlage des SGB II (Hartz IV) ausgegeben – und zwar brutto und einschließlich der Verwaltungs-
kosten des Bundes und der Kommunen. Ohne die Verwaltungskosten des Bundes
und der Kommunen wurden insgesamt 41,9 Milliarden Euro ausgegeben. Und: Von diesen 46,7 bzw.
41,9 Milliarden Euro entfielen knapp 29,4 Milliarden Euro auf das Arbeitslosengeld II, das Sozialgeld,
die befristeten Zuschläge (nach Bezug eines höheren Arbeitslosengeldes gemäß SGB III; gemäß § 24
SGB II), die Leistungen für Unterkunft und Heizung und die gesondert erbrachten Leistungen zur
Sicherung des Lebensunterhalts (§ 23 SGB II).

Bei durchschnittlich 6,725 Millionen hilfebedürftigen SGB II-Leistungsempfänger/innen (vorläufiger Jah-
resdurchschnitt 2009) heißt dies: Im Haushaltsjahr 2009 wurden von Bund und Kommunen pro Person
in einer SGB II-Bedarfsgemeinschaft durchschnittlich 4.367 Euro oder knapp 364 Euro pro Monat für
das Arbeitslosengeld II, das Sozialgeld, die befristeten Zuschläge, die Leistungen für Unterkunft und Hei-
zung und die gesondert erbrachten Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (§ 23 SGB II) ausge-
geben. Davon entfielen knapp 193 Euro pro Person in einer SGB II-Bedarfsgemeinschaft und Monat
bzw. 2.312 Euro im Haushaltsjahr 2009 (insgesamt 15,6 Milliarden Euro) auf das (verfassungswidrig er-
mittelte) Arbeitslosengeld II, das Sozialgeld und die befristeten Zuschläge (ohne Leistungen für
Unterkunft und Heizung und ohne Beiträge zur Sozialversicherung).

Wer bei diesen Beträgen noch kürzen will und gleichzeitig die Hintern von Bankster wie Ackermann weiter mästet, der betreibt Rassismus und es besteht die Gefahr, dass dieser Rassismus in Lagern oder in einem Bürgerkrieg endet. Allerdings ist ein Aufstand wahrscheinlicher. Es ist höchste Zeit für solch einen Aufstand.


Quelle: Duckhome


von Michael Grandt

Erstmals in der Geschichte der EU wird ein Mitgliedsstaat unter strikte Aufsicht gestellt. Damit verliert Griechenland einen wichtigen Teil seiner staatlichen Souveränität. Dieser Verzweiflungsakt zeigt, dass die Währungsunion kurz vor dem Kollaps steht.

Stellen Sie sich vor, Mitglieder einer europäischen Task-Force würden die fiskalischen und wirtschaftlichen Aktivitäten des Bundestages und der Abgeordneten überwachen, um damit Wirtschafts- und Sozialreformen zu erzwingen. Jeden Monat müsste man genaustens über die Haushaltskonsolidierung und Strukturreformen nach Brüssel berichten. Durch diese Bevormundung und Schnüffelei würde Deutschland einen wichtigen Teil seiner staatlichen Souveränität verlieren.

Deshalb kann man kann verstehen, dass die Griechen alles andere als erfreut sind über die Einmischung der EU in ihren staatlichen Hoheitsbereich und über die detaillierte und permanente Überprüfung ihrer Aktivitäten.

Doch das erstmalige Aufflackern der EU-Diktatur hat seine Gründe: Die Stabilität der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion steht auf dem Spiel. Durch die rigorose Kontrolle der griechischen Aktivitäten sieht die EU die einzige Möglichkeit, Athens Staatsbankrott aufzuhalten, der auch andere schwache Mitgliedsländer, wie Portugal, Spanien oder Irland, mit in den Abgrund reißen könnte.

Keine Frage, die Griechen sind selbst schuld an ihrer katastrophalen Lage. Zudem hatten sie sich den Zugang zur EU im Jahre 2004 durch gefälschte Zahlen quasi erschlichen, indem sie ihr offizielles Bruttosozialprodukt um stolze 25 Prozent erweiterten. Das gelang aber nur deshalb, weil sie Schwarzhandel und Prostitution zur Wirtschaftsleistung zählten. Danach lebte man sechs Jahre lang in Saus und Braus und kassierte dazu auch noch EU-Hilfsgelder.

Jetzt muss Griechenland hart gegensteuern, um nicht vollständig im Schuldenstrudel zu versinken: Athen will die Gehälter im öffentlichen Dienst einfrieren. Die Budgets der einzelnen Ministerien wurden bereits um zehn Prozent gekürzt. Die Alkohol- und Tabaksteuer soll erhöht und Strukturreformen in der Rentenversicherung durchgesetzt werden. Doch das, was in den nächsten Monaten auf sie zukommen wird, haben die meisten Griechen noch gar nicht begriffen. Dem Land stehen schwere soziale Spannungen bevor.


Quelle: Kopp Verlag – News-Feed
Feb 022010

von Georg Erber

Die breite Diskussion über die Frage, ob die Bundesregierung illegal beschaffte Bankdaten von deutschen Staatsangehörigen zum Zweck der Strafverfolgung dieser Bürger wegen Steuerhinterziehung beschaffen dürfe, hatte für mich bizarre Züge. Es gibt jedwede Reihe von Bürgern, die sich sonst in politischen Debatten zurückhalten, die jedoch den Staat der Hehlerei, etc. öffentlich bezichtigen. Jedwede Reflektion über Täter und Opfer unterbleibt. Der Staat wird als Straftäter gegeißelt, die Straftäter zu Opfern eines Willkürstaates stilisiert. Die Schweiz, die seit Jahrzehnten sich öffentlich durch ihr Bankensystem als Geldwaschanlage und Steuerparadies für ausländische Kriminelle und Steuerhinterzieher profiliert hat, erhebt drohend den moralischen Zeigefinger. Man kann mit Nietzsche sagen, hier findet die Umwertung aller Werte statt.

Was wollen die Kritiker erreichen?

Sie wollen mehr oder weniger den Nachtwächterstaat. Er soll hilflos zu sehen, wie insbesondere die reichen Bundesbürger durch Steuerflucht und Steuerhinterziehung sich ihres Beitrags zur Finanzierung unserer Gesellschaft entziehen. Alle Versuche die Steuerflüchtlinge durch Angebote der Straffreiheit zu resozialisieren, in dem Schwarzgelder, wenn sie nachträglich beim Fiskus im Rahmen einer Fristenregelung deklariert und nach versteuert werden, sind nur mäßig erfolgreich gewesen. Die hart gesottenen Steuerhinterzieher haben von solchen Angeboten des deutschen Fiskus keinen Gebrauch gemacht. Die Gier nach Reichtum und unversteuerten Gewinnen und die bisher scheinbare Sicherheit vor Strafverfolgung durch das Schweizer Bankgeheimnis hat sie von ihrem kriminellen Handeln nicht abbringen können.

Die Kritiker am Kauf der illegalen beschafften Daten wollen mit ihrer Debatte erreichen, dass der Blick auf das Wesentliche verloren geht. Wer sind die Straftäter, die ihn Multimillionenhöhe ihr Geld ins Ausland schaffen? Wie viel Steuer haben sie hinterzogen? Wie werden sie bestraft? Dies sollten eigentlich die Kernfragen der jetzigen Lage sein. Stattdessen findet eine Debatte über die Frage statt, ob der Staat sich durch die Beschaffung von Beweismitteln selbst schuldig macht. Ziel ist es diese Informationen als Beweismittel in einem Gerichtsverfahren nicht zuzulassen.

Qui bono?

Ein alter Grundsatz der Kriminologie ist es, zu fragen wem nützt es? Was ist das Motiv der Kritiker am Vorgehen des Staates in dieser Angelegenheit? Stehen sie denjenigen nahe, die mit ihrer Steuerhinterziehung die Finanzierung unseres Gemeinwesens nachhaltig schädigen. Die letztendlich mit verantwortlich sind, wenn der Staat in die finanzielle Handlungsunfähigkeit gleitet oder immer mehr gezwungen Sozialleistungen seien es Kindergärten, Schulen, Straßen, Theater oder Bibliotheken zu schließen, weil ihm, insbesondere auch den Kommunen das Geld fehlt? Warum driftet die Einkommensverteilung immer weiter in Deutschland auseinander? Liegt dies nicht auch zu einem guten Teil daran, dass diejenigen, die aufgrund ihres Vermögens erhebliche Beiträge zu leisten hätten, dies aus einer “Geiz-ist-geil”-Attitüde heraus nicht tun?

Wo liegt hier die Chancengleichheit?

Ein Teil der Bürger zahlt brav seine Steuern an den Fiskus, ein anderer betrügt ihn und damit seine Mitbürger um seinen Beitrag. Weil dies alles nur durch Finanztransaktionen und einen unfairen Steuerwettbewerb der Steueroasen geschieht, ist dies kein Bagatelldelikt. Es fehlt im öffentlichen Bewusstsein in Deutschland daran Wirtschaftskriminalität, wenn sie gewisse Größenordnungen übersteigt, im Sinne von Kapitalverbrechen zu behandeln. Wer aus schierem Eigennutz die Gemeinschaft der Bürger um Millionen, wenn nicht sogar Milliarden betrügt, der wird nicht als Kapitalverbrecher behandelt. Statt Wirtschaftskriminalität endlich in den Rang eines Kapitalverbrechens und auch nach der Größenordnung des dabei verursachten Schadens auch entsprechend hart bestraft wird, begnügt man sich bei solchen Strafdelikten mit einer äußerst milden Strafzumessung. Man setzt die Hürde für eine Verurteilung aufgrund der Beweislast hinsichtlich der Motive des Straftäters so hoch, dass eine wirkungsvolle Strafverfolgung kaum möglich ist. In den USA kann ein Madoff wegen besonders schweren Betrugs zu 150 Jahren Haft verurteilt werden.

Auch wenn dies nur symbolischen Charakter hat, es trägt zur Moral hinsichtlich der Frage, ob sich Wirtschaftskriminalität lohnt, nicht unerheblich bei. Wenn Wirtschaftsstraftäter nicht nur mit Geldstrafen rechnen müssen, sondern mit Freiheitsentzug, dann dürfte insbesondere bei den sonst so rational agierenden Wirtschaftskriminellen, ein Nachdenken einsetzen. Es ist eben durchaus etwas anderes, wenn einem Steuerhinterzieher großen Stils oder einem Banker, der seine Anleger betrügt und sich durch Untreue bereichert, ein hohes Strafmaß droht oder er sich ausrechnen kann, dass mit ein paar Milliönchen eine solch unangenehme Angelegenheit vom Hals schaffen kann. Geld darf allein nicht die Welt regieren. Bei einem glaubwürdigen Strafrecht für schwere Wirtschaftskriminalität würde ein Zeichen für die Gesellschaft gesetzt, dass Wirtschaftskriminalität sich nicht lohnt.

Wir brauchen keinen Nachtwächterstaat, der Wirtschaftskriminellen hilflos ausgeliefert ist. Hier sollte eigentlich der Kern der öffentlichen Debatte liegen. Stattdessen geißeln Professoren und sonstige Staatstheoretiker die Bundesrepublik als Gesetzesbrecher. Qui bono?


Quelle: Readers Edition

Feb 022010

von Holger Roehlig

Deutsche Kommunen vor dem Zusammenbruch. Deutschland gibt täglich 2 Millionen Euro wegen Afghanistankrieg aus. Deutschland ist Nettozahler der EU und soll Schulden Griechenlands stemmen.

Tagesschau:

Kommunen vor dem Kollaps

“Ein Teil der Städte steht vor dem Kollaps und droht handlungsunfähig zu werden.”

Spiegel:

Die Kommunen stehen nach eigenen Angaben vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch.

Die dramatische Lage macht sich in vielen Kommunen bereits bemerkbar.

Wie wäre es, wenn deutsche Politclowns deutsche Interessen wahrnähmen? Zum Beispiel

  • abziehen lassen aus Afghanistan,
  • aus der EU austreten,
  • das Schwundgeld Euro abschaffen,
  • die DM wieder einführen,
  • investieren in Bildung?

Aber dafür brauchen wir zuvor andere Politiker. Menschen, die sich orientieren am Gemeinwohl. Nicht am Wohle ihrer präsumtiven späteren Arbeitgeber. Nicht am Wohle von Privatbanken. Nicht am Wohle des raffenden Kapitals sondern am Wohle des schaffenden Kapitals. Das Weltbruttosozialprodukt umfasst
60 Billionen Dollar
, das ist die geldwerte Gesamtheit all dessen was weltweit hergestellt und dienstgeleistet wird. (Daß schon das Messen in BSP krank ist, weil es überlebenswichtige Dinge, Dienste, Produkte garnicht nennt, soll uns hier egal sein.) Das Zockkapitel weltweit, das spielende Kapital, das in Wetten investierte Kapital, das in Derivate gesetzte Kapital beträgt weltweit
700 Billionen Dollar. Diese Angabe reicht zu wissen: Die Fahrt an die Wand ist programmiert.

Eine einzige Billion (10¹² = deutsche Billion) in 100-Euro-Scheinen sieht so aus, in der linken Ecke unten ist zum Größenvergleich ein Mensch, die Hunderterscheine sind gestapelt auf Paletten, die übereinander stehen (Bildquelle und mehr zum Wie der  Berechnung der Ansammlung  hier.):

Wir sehen 10 Milliarden 100-€-Scheine

billion


Quelle: Analyse + Aktion

Noch 88 schlechte Verkäufer gesucht!

von lupo cattivo

Rothschild ? Rothschild ? Manch einer hat den Namen sicher schon mal gehört.

Viele denken da an das vergangene Jahrhundert, an “verblichene” Dynastien wie Vanderbuilt,  Astor, Carnegie und Rockefeller, ja Rockefeller, natürlich. Oder an einen Mäzen mit zahlreichen Stiftungen, einen wahren Philanthropen, der mit seinem Vermögen -völlig zurückgezogen- Gutes tut… Oder , ach ja, da gibt es doch diesen ausgezeichneten französischen Rotwein mit dem Namen Rothschild!

Die Franzosen, ja die Franzosen, die verbinden mit dem Namen auch noch ihre Regeln für gutes Benehmen, so etwas wie den Knigge der Franzosen.

Heute wird bevorzugt die Legende verbreitet, dass die Rothschilds nur “früher mal” reich waren, dass sich ihr Vermögen während des 2.Weltkriegs aber weitgehend verflüchtigt habe.

All dies war und ist tatsächlich nur eine clevere Desinformation, um “Publicity” und Aufmerksamkeit abzulenken von der Dynastie, die seit 100 Jahren über das Weltgeschehen, Krisen, Kriege, Hungersnöte, Politikerschicksale, Geburten- und Todesraten, Staatsgründungen und -bankrotte, Aufstieg und Fall von Weltkonzernen entscheidet.

Natürlich braucht man für eine solche Herrschaft Verbündete. Wo diese zu finden, wie diese zu identifizieren sind, das kann man hier nachlesen – man kann sich aber auch in diesem Zusammenhang über Goethe’s FAUST Gedanken machen oder darüber, dass in unserem System alle materiellen Werte einen GELDWERT haben.

Sobald also jemand über GELD in UNBEGRENZTEM UMFANG verfügt, ist der Erwerb sämtlicher Sachwerte kein prinzipielles Problem mehr. Das meisterliche “Kunststück” Rothschilds bestand darin, dies für 99% der Weltbürger zu verschleiern und zu vernebeln.

Wenn man beispielsweise Yahoo fragt:Wie viel besitzt das Haus Rothschild ?

“Yahoo answers” : 300 Billionen Dollar.

Offen bleiben die Fragen :

  1. Sind das Billionen , die nach deutscher Zählung „nur“ Milliarden wären ? angesichts der Geschichte ausgeschlossen-oder
  2. Billionen die das 6-fache des Welt-Jahres-BIP repräsentieren?
  3. Warum taucht Rothschild nie in einer Forbes-Liste auf ?
  4. Ist die Zahl richtig ?

Eine andere Quelle aus 1997 nennt:

Zwischen 1,9 Billionen US $ und 491,409.0 Billionen US $

- abhängig davon, ob die Rendite der 6 Mrd Dollar, die Rothschild 1850 besaß, 4 oder 8% war. Die New-Economy-Blase, die Immobilien-Blase und die aktuelle Krise haben sie um vieles reicher gemacht- denn Rothschilds Banken an der Wallstreet haben sie von Anfang an geschaffen und verwaltet.

Meine persönliche Schätzung liegt bei einem (Buch)-Wert von
> 1.000.000 Mrd. USD, das rund das 20-fache des Jahres-Welt-BIP und wer die ganze Geschichte verfolgt, wird erkennen, das diese Schätzung noch immer sehr konservativ sein könnte.

Eines kann ich Ihnen vorab versichern: wer auch immer es in USD bilanziert haben mag, das Rothschild-Vermögen wird -wie wir im Laufe zahlreicher Kapitel später sehen werden- ausschließlich durch Sachwerte repräsentiert, in der Regel solche , die wertbeständig sind und auf die der Rest der Menschheit niemals wird verzichten können, die insofern dazu dienen, den Druck auf die Menschen nach Belieben zu erhöhen.

Für Zweifler an Rothschildscher Omnipräsenz mag diese Information noch nützlich sein. Es gibt derzeit noch 5 Länder auf dieser Erde, die über keine Rothschild-Bank verfügen, dies sind:

  1. KUBA           Kommentar überflüssig ?
  2. Nordkorea   kleiner böser Splitter-Staat
  3. Sudan          deshalb sollte jetzt mal deren Chef vor den Weltgerichtshof
  4. Libyen         Ghaddafi hat sich von der Lockerbie-Sache freigekauft – wie ?
  5. Iran              der Feind Israels und damit Rothschildscher Intimfeind, denn

Israel ist Rothschilds ganz persönlicher Staat

Bis zum Jahr 2001 gab es zwei weitere Rothschild-Freie Staaten, das waren:

  • Afghanistan    die bösen Taliban wollten da nicht länger US-Friends sein
  • Irak                  der ebenso böse Saddam wollte am Ende ja sein Öl nicht mehr für Rothschilds Papier-Dollars verkaufen

Mancher wird sich trösten: Auch Mitglieder einer Rothschild-Dynastie sind letztlich sterblich , man muss sich aber im Lauf der Geschichte damit gedanklich auseinander setzen, was es bedeutet im Rothschildschen Sinn “dynastisch” zu denken, dazu gehört natürlich auch “Verbindung durch geschicktes Heiraten”

Und so stirbt z.B. 1997 Baron Edmond de Rothschild, ein Mitglied einer so wichtigen Familie der Bankenwelt, und im Gegensatz zu Lady Diana oder Michael Jackson erfährt es die Weltöffentlichkeit gerade mal aus der kanadischen „Globe and Mail“ mit folgenden dürren Zeilen:

“Baron Edmond de Rothschild, philanthropist, international financier and member of the banking dynasty, died Monday in Geneva, of a respiratory illness at age 71, a spokesman said. Mr. Rothschild was president of his Geneva-based bank and financial companies as well as the Luxembourg-based Leicom Fund. He was believed to be the richest family member (of the House of Rothschild) that has played a major role in French business and culture for nearly two centuries. The Rothschilds are widely known for their wineries in the Bourdeaux region of France, including the Baron’s Chateau Clarke, where he is to be buried this week in a private ceremony. Mr. Rothschild was named an officer of France’s legion of honor in 1994, and its order of arts and letters in 1990. Throughout his life, he donated the equivalent of tens of millions of dollars to hospitals, museums, and the State of Israel. An avid art collector, he gave works to the Louvre museum in Paris. Mr. Rothschild’s son Benjamin, 34, will succeed him as president of Paris-based Cie Financiere Holding Benjamin et Edmond de Rothschild.”

Also auch hier die drei Stichworte: Philanthrop , Ritter der Ehrenlegion, Kunstsammler/Mäzen, Bourdeaux-Weingut und ein bisschen Banker in Genf….

Eigentlich schon genug Auffälligkeiten, um das Thema interessant zu finden und sich näher mit der Geschichte zu befassen ? Ich meine: Ja.

Aber: das habe ich nun aus den letzten 15 Monaten Internet-Erfahrung mitgenommen:
Wann immer jemand versucht, brisante Punkte aus dieser merkwürdigen Rothschild-Geschichte an die Öffentlichkeit zu bringen: sofort sind Kommentatoren und Obstruktoren zur Stelle, deren einzige Aufgabe darin besteht, jegliche Veröffentlichung zu diskreditieren, wenn es nicht gelang, die Veröffentlichung per Druck auf die Redaktion zu tilgen, möglichst bevor diese bei Google abgespeichert ist und ggfls. den Verfasser soweit zu diffamieren, bis eine Sperre seitens der Betreiber erfolgt. Ich musste da erkennen, dass unsere im Grundgesetz garantierte Presse-und Meinungsfreiheit etwa ebenso wirkmächtig ist wie eine Impfung gegen die „Schweine….“.

Von daher dürfen wir alle gespannt sein, ob diesmal auch sachliche Gegenargumente vorgebracht werden oder der übliche Unrat, nicht zuletzt auch, nachdem „Israel“ (=Rothschild) seit ca. einem Jahr weitere 1000 Blog-Beobachter engagiert hat, deren Aufgabe es ist, die Diskussion in die „gewünschte“ Richtung zu lenken.

Es wird eine lange Geschichte mit vielen Kapiteln werden, denn sie erstreckt sich über mehr als 250 Jahre, wobei insbesondere die letzten 100 Jahre besonders interessant sind und am Ende mag sich jeder fragen, ob diese Geschichte möglicherweise mehr Plausibilität aufweist, als die Offizial-Doktrin, auch wenn es für diese unendlich viele BEWEISE gibt, denn es gibt immer zahlreiche Veröffentlichungen zu allen Themen und man kann nur durch Logik und Betrachtung der Erzähldetails herausfinden, was davon wahr sein könnte.

Gemeinhin betrachtet man als bewiesen, was irgendwo in einer Zeitung stand, in TV gebracht wurde oder -heute- so in WIKIPEDIA steht usw., und zwar ungeachtet der menschlichen Erfahrung, dass man eben just von diesen „Institutionen“ mehr als oft angelogen wurde.

Die wenigsten berücksichtigen, dass die Medienkontrolle in unserer „westlichen“ Welt praktisch vollständig in der Hand von Rothschild-Subalternen liegt, angefangen von Nachrichten-Agenturen bis hin zu Hollywood oder TV-Produktionen. Da somit immer Einer den Anderen zitieren kann , entsteht ein komplettes Bild von Glaubwürdigkeit und “Beweiskraft”, eben selbst für die unglaublichsten Dinge.

Hier passen die Worte von George Orwell sehr gut:

„Politische Sprache dient dazu, dass Lügen wahr klingen und Mord respektabel und um dem reinen Wind einen Anschein von Festigkeit zu geben”

Fangen wir mal so an:
der Gründer des heutigen Weltimperiums Amsel Mayer (Rothschild) gab seinen Nachfahren ca. Mitte 18.Jhdts. den Satz mit auf den Weg:

“Gib mir die Macht über die Währung eines Landes und es interessiert mich nicht mehr, wer dessen Gesetze macht”

Dies kann und muss man als eine Art „kriminelles Grundsatzprogramm“ betrachten, dem sich die weiteren Abläufe unterzuordnen hatten und leider wird die Tragweite dieses Satzes von den Wenigsten verstanden.

Tatsächlich hat Rothschild bereits fünf Jahre nach Gründung des US-FEDERAL-RESERVE-Systems mit Ende des ersten Weltkriegs die Macht über die Währung nahezu der gesamten Welt erlangt und in den folgenden knapp hundert Jahren ging es lediglich um Profitmaximierung und mentale Absicherung seines Systems.

In Frankfurt ansässig hat Amschel Mayer (Rothschild) angeblich (in der 2.Hälfte des 18.JHdts.) das Vertrauen des Prinzen William IX von Hessen-Kassel erlangt, der wiederum mit dem englischen, dänischen und schwedischen Königshaus verwandt war.  Nachdem er für diesen erfolgreich agierte, konnte dies nicht ohne Folgen bleiben.

Es gibt Quellen, die sagen, dass die Rothschilds auch zu den Finanziers der franz. Revolution gehörten, das ist aber hier nur eine Fußnote. Wenn sie es waren, dann hat er sicher auch dabei Geld verdient, da Frankreich damals ein sehr wohlhabendes Land war – von daher halte ich auch diese Quellen für recht plausibel.

In seinem Testament legte ern übrigens u.a. fest, dass es allen Familienmitgliedern verboten ist, jemals wegen irgendwelcher Eigentumsverhältnisse untereinander Prozesse zu führen um “any public inventory made by the courts, or otherwise, of my estate … ” zu vermeiden.

Seine Söhne sandte der Vordenker des Imperiums nach Berlin (Amschel) , Wien (Salomon Mayer), London (Nathan Mayer) , Paris (James Mayer) und Neapel (Karl Mayer) (damals reiches Zentrum Italiens, wird heute mit der Mafia in einem Atemzug genannt), um dort weitere Rothschild-Banken  zu etablieren.

Durch dieses System einer überregionalen Sicht auf die Geschehnisse in die wichtigsten europäischen Staaten des 18./19. Jhdts konnte sein Imperium bereits supranational (heute nennt man das geopolitisch) handeln, insbesondere weil Rothschild ein eigenes Informationsnetz (Boten+Brieftauben) aufbaute, das schneller agierte als das regierungseigene.

Ein wirklich großer Coup ist Rothschilds mit ihrer Londoner Filiale gelungen nach der Schlacht von Waterloo, weil sie vorab wussten, dass Napoleon geschlagen war, während sich vorher das Gerücht von Napoleons Sieg verbreitet hatte. (man erinnert sich: Wellington, Blücher…. und “ich wollte, es würde Nacht oder die Preussen kämen”)

Rothschild London verkaufte Aktien in großem Stil und da Rothschild in London durch seine Verbindung zur Krone und zur BoE bereits eine „große Nummer“ war, verkauften alle anderen ebenfalls panikartig, in der Annahme Napoleon habe gesiegt.

Alle Aktien stürzten ins Bodenlose…. und Rothschild konnte durch Agenten praktisch alle Aktien in einem Schlag einsammeln. Man sagt, dies sei die Basis für seinen Aufstieg zum mächtigsten Banker gewesen, er konnte die Bank of England in seinem Sinn neu strukturieren.

Gleichzeitig wurden seit diesem Zeitpunkt mit Rothschild geradezu magische seherische Eigenschaften verbunden (weil sein Informationssystem eben GEHEIM war)

Nicht ohne Grund sagte daher Nathan Mayer Rothschild (1777-1836):

„Mir ist es egal, welche Marionette auf dem Thron von England sitzt und ein Imperium regiert, wo die Sonne nie untergeht. Der Mann, der die Geldmenge Britanniens kontrolliert, kontrolliert das Britische Imperium, und ich bin der Mann, der die Geldmenge Britanniens kontrolliert.”

Dies war aber noch nicht der ganze Profit aus der Schlacht bei Waterloo. Vater Mayer Amschel sandte etwas von dem Geld, das er von dem vor Napoleon geflohenen Prinz William treuhänderisch verwahrte nach London: Die Jewish Enzyklopedia schreibt zum Verbleib des Geldes:

“Nathan invested it in 800,000 pounds of gold from the East India Company, knowing it would be needed for Wellington’s peninsula campaign. He made no less than four profits:

* on the sale of Wellington’s paper (which he bought at 50¢ on the dollar
* on the sale of gold to Wellington
* on its repurchase
* on forwarding it to Portugal.

This was the beginning of the great fortune.”

„Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet…“, meinte Heinrich Heine schon im März 1841, also vor 170 Jahren

Benjamin Disraeli, späterer engl.Premierminister sagte 1844 über Nathan Mayer R. dieser sei:

„the Lord and Master of the money markets of the world, and of course virtually Lord and Master of everything else. He literally held the revenues of Southern Italy in pawn, and Monarchs and Ministers of all countries courted his advice and were guided by his suggestions.”

Nach Napoleons Niederlage gab Frankreich 1817 Staatsanleihen heraus, die Rothschild -wieder über Agenten- in großem Stil aufkaufte, worauf die Kurse stiegen. Am 5.November warf er diese auf den Markt, worauf dieser kollabierte …
Der Rest verlief wieder nach dem Waterloo-Muster und Rothschild-France hatte somit auch über Frankreich die Kontrolle erreicht.

Es waren Rothschilds, die das europäische Eisenbahnnetz finanzierten, die im aufkommenden Industriezeitalter in Kohleminen und Eisenhütten investierten, die England zum Kauf des Suezkanals verhalfen, die den Zar von Russland finanzierten, die Ölexploration in dessen Reich, die mit Cecil Rhodes beim Aufbau des Diamanten-Quasi-Monopols zusammen arbeiteten.

Es waren Rothschilds, die Frankreichs afrikanische Kolonialeroberungen finanzierten, die für die Habsburger arbeiteten, die den Vatikan vor der Pleite bewahrten.

Seit 1823 sind die Rothschilds auch für die Finanzen der kath.Kirche weltweit zuständig. ca.70 Jahre später steht dazu in der Jewish Encyclopaedia:

Es ist kurios, dass -in Folge des Versuchs , ein katholisches Gegengewicht zu ihm zu schaffen- heute Rothschild die Wächter des Vatikan-Vermögens sind.

1835 kauften die Rothschilds Schürfrechte der Almaden-Quecksilber-Minen in Spanien. Dies war szt. die größte Schürfkommission, Quecksilber war eine unverzichtbare Komponente bei der Verarbeitung von Gold und Silber und Rothschild hatte durch den Erwerb der Schürfrechte ein Quasimonopol in diesem Bereich.

Für die, denen das alles zu unwahrscheinlich klingt, zitiere ich noch mal Rothschild 1863:

“Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.”

Parallel zur Entwicklung in Europa entstand in dieser Zeit die Neue Welt Amerika und einer erfolgreichen Vollblut-Banker-Dynastie ist natürlich klar, dass in einem Land, das aufgebaut wird, ein enormer Bedarf an Finanzierung bestehen wird.

Rothschild entsandte Vertrauensleute und gründete /finanzierte dort Bankaktivitäten wie z.B. die Jacob Schiff‘s , der ab 1875 durch Heirat das Bankhaus Kuhn-Loeb leitete. Spätestens ab diesem Zeitpunkt gehörte Rothschild-Banken bereits zu den drei wichtigsten in den USA  neben J.P.Morgan und Drexel.

Es gibt glaubwürdige Quellen, Rothschild sei auch Hauptfinanzier beider Seiten der Sezessionskriege gewesen (denn Krieg ist für Banker immer ein gutes Geschäft, weil alle kriegführenden Parteien sich verschulden müssen).

Wichtige Randnotizen, die das Verständnis später erleichtern:

1863 gibt es einen Kontakt zwischen Abraham Lincoln (der den Banken das Geldmonopol entziehen wollte) und dem russischen Zar Alexander, der sich dem Rothschild-Plan einer Zentralbank für Russland widersetzt. Um Lincoln zu stärken, gibt Zar Alexander eine Garantie ab, dass Russland auf Seiten Lincolns stehen würde, falls England oder Frankreich die Südstaaten unterstützen würden. Um dies zu untermauern, entsendet der Zar Teile seiner Pazifik-Flotte nach San Franzisko bzw. New York.

Diese den Rothschild-Interessen zuwider laufende Handlung des Zaren soll angeblich Rothschild zur Drohung veranlasst haben, der Zar werde dafür büßen….. und er hat dafür gebüsst.

1880 zetteln Agenten im Auftrag Rothschilds Pogrome in Russland, aber auch in Bulgarien, Polen und Rumänien an, denen zunächst Tausende unschuldige Juden zum Opfer fallen.

Als Folge fliehen rund 2 Millionen osteuropäische Juden in die USA, mit den Schwerpunkten New York, Chicago, Boston , Philadelphia und Los Angeles. Sinn der Aktion war es, den jüdischen Anteil an der amerikanischen Bevölkerung drastisch zu erhöhen. Die Ankömmlinge wurden ausgebildet, insbesondere dazu, demokratisch zu wählen.

Es ist nicht verwunderlich, dass -bedingt durch den raschen Zustrom- in den USA Ressentiments gegen Juden entstanden, die sich z.B. auch in dem „Judenhasser“ Henry Ford fokussierten.

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An dieser Stelle- um den üblichen Querschüssen vorzubeugen- möchte ich etwas zum Thema Juden generell einschieben:

Leser und  Kommentatoren, die mich der „rechten Szene“ zuordnen wollen, die mich mit Springerstiefel und Glatzkopf vor ihrem geistigen Auge sehen, sie liegen völlig daneben, da hilft bitte auch nicht der Vorwurf des „Sekundär„ oder gar „Tertiär-Antisemitismus. Ebenso wenig bin ich Kommunist, Revanchist, Stalinist, selbsthassender Jude, militanter Katholik , Mitglied der engl. Krone usw. Es geht darum, dem größte Weltverbrechen aller Zeiten ein Ende zu bereiten und Verbrecher sind anzuklagen, unabhängig von ihrer angeblichen Religionszugehörigkeit. Daran sollten wir uns wieder gewöhnen.

Ca. 0,3% der Weltbevölkerung, also ca. 3 Millionen Menschen sind lt. meinen Informationen Mitglieder der jüdischen Religion, darunter gibt es – wie in allen Religionen- sicher solche, die das mehr oder eben weniger streng praktizieren. Man geht ferner davon aus, das davon nur ca. 5% , also 150.000 semitischer Abstammung sind, also aus dem biblischen Land stammen.

Ein oft zitiertes „jüdisches Volk“ gibt es in diesem Sinne nicht, wie der Historiker Shlomo Sand von der Universität Tel Aviv nachgewiesen hat; wie vieles andere ist auch dies eine Legende und sein Buch ist in Israel (!) und verschiedenen anderen Ländern ein Bestseller, es sollte -umstritten- Ende dieses Jahres auch in den USA erscheinen, von einer Veröffentlichung in Deutschland ist nichts bekannt.

Andererseits gehen nach Auffassung verschiedener Forscher viele heutige Einwohner Palästinas, die den christlichen oder islamischen Glauben haben auf jüdische Vorfahren zurück, die irgendwann aus unterschiedlichen Gründen zum anderen Glauben übergetreten sind (evtl. auch wurden)

Man könnte also allenfalls von einem semitischen Volk sprechen, das keinesfall mit den Mitgliedern der jüdischen Religion gleichzusetzen wäre.

Ein Grossteil der heutigen Juden geht nach etlichen Quellen auf das Volk der Khasaren zurück, dessen Fürst ca. 700-900 n. Chr. die jüdische Religion als Staatsreligion verordnete, was dem Judentum zu einem Zuwachs von 700.000 Gläubigen verhalf. Die Khasaren lebten im kaspischen Becken in der Gegend des heutigen Kasachstan und es soll ein „räuberisches Eroberervolk“ gewesen sein.

Etwas merkwürdig ist es da schon, festzustellen, dass aktuell Kasachstan eine neue künstliche Hauptstadt ASTANA erbaut hat, die voller Symbolik ist, die ebenfalls von der FED benutzt wird, die man in Israel an zahlreichen Regierungsgebäuden findet und die von der Esoterik-Gemeinde den „Illuminati“ zugeordnet werden.

Derlei Spekulationen sollen aber hier nicht Gegenstand der Debatte sein.
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1878 heiratet Hannah de Rothschild Archibald Philip Primrose, den 5th Earl of Rosebery, der 1897 brit. Premier wurde.

1881 sagt US-Präsident Garfield – zwei Wochen bevor er erschossen wird-

“wer immer die Geldmenge in unserem Land kontrolliert, ist absoluter Herrscher über Industrie und Handel und wenn Sie sehen, dass das ganze System somit sehr leicht von einigen wenigen Mächtigen an der Spitze zu kontrollieren ist, dann muss man nicht erklären, wie Depression oder Inflation entstehen”

Ebenso wird Zar Alexander von Russland erschossen, wie sich später herausstellen wird, ist dies nur ein Teil von Rothschilds Rache an Russland.

5 Jahre später erhält Rothschild-France bedeutende Anteile an russischen Ölfeldern im kaspischen Becken. Die neue “Caspian and Black Sea Petroleum Company” wird rasch zweitgrößter Erdölproduzent der Erde.

1906 geht dieser Rothschild-Besitz an Royal Dutch & Shell über. Dieser Konzern ist bis heute Teil des Rothschild-Imperiums, was jedoch durch solche verschachtelte Verkäufe für die Öffentlichkeit kaum erkennbar ist.

1885 wurde Nathaniel Rothschild zum ersten englischen „Peer“ mit jüdischer Religion ist somit fortan „Lord Rothschild“

1887 heiratet Aline Caroline de Rothschild den Opium-Händler Edward Albert Sassoon, die erste feststellbare Verbindung der Rothschilds mit dem gewinnträchtigen Drogen-Handel.

Im gleichen Jahr finanzieren sie die Kimberley Diamant-Förderung in Südafrika , in der Folge werden sie größte Anteileigner bei DE BEERS.

Nachdem der Führer der brit. Labour-Party  1891 zur Herrschaft Rothschilds über das Empire sagt:

“This blood-sucking crew has been the cause of untold mischief and misery in Europe during the present century, and has piled up its prodigious wealth chiefly through fomenting wars between States which ought never to have quarrelled.  Whenever there is trouble in Europe, wherever rumours of war circulate and men’s minds are distraught with fear of change and calamity you may be sure that a hook-nosed Rothschild is at his games somewhere near the region of the disturbance.”

beginnt Rothschild, zusätzliche Kontrolle über die Medien anzustreben und kauft die Nachrichtenagentur REUTERS.

Schon zu dieser Zeit sagte der bekannte New-Yorker Journalist John Swinton anlässlich eines Banketts – dies gilt also seit nunmehr 130 Jahren:

“Etwas wie “freie Presse” gibt es nicht und hat es niemals in der Geschichte gegeben. Sie wissen das und ich weiss das. Keiner von Euch würde es wagen seine eigene Meinung zu schreiben und wenn Ihr es tätet, es würde niemals gedruckt werden. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung herauszuhalten, für die ich arbeite. Andere von Euch werden ähnlich für ähnliches bezahlt und wenn irgendeiner so ehrlich wäre, seine Meinung zu schreiben, dann stünde er schnell auf der Strasse. Wenn ich mir erlauben würde, meine Meinung zu schreiben, dann wäre ich meinen Job in 24 Stunden los.
Das Geschäft der Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, dreist zu lügen, zu verunglimpfen, an den Füssen des Mammon zu katzbuckeln und sein Land und seine Leute für täglich Brot zu verkaufen. Wir wissen es alle, was soll also die Dummheit, auf eine “unabhängige Presse” einen Toast auszubringen ? Wir sind Werkzeuge und Vasallen reicher Männer hinter dem Vorhang. Wir sind Hampelmänner , sie ziehen die Fäden und wir tanzen. Unsere Talente und Fähigkeiten, unsere Leben gehören diesen anderen Männern. Wir sind intellektuelle Nutten.”

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An dieser Stelle biete ich Ihnen mal etwas PURE SPEKULATION an:
Immer wieder wird von den „Obstruktiven“ schein-argumentiert, zahlreiche Ereignisse müsse man sehen im Zusammenhang mit -sie können es sich aussuchen-

* Nostradamus
* dem Maya-Kalender
* der angeblichen, angeblich von Nazis angeblich erfundenen „jüdischen Weltverschwörung“
* den angeblich gefälschten oder rückgefälschten „Protokollen der Weisen“

Alle diese Quellen habe ich bewusst nicht studiert, weil ich sie für wahrscheinlich -möglicherweise absichtlich im Rothschildschen Sinne verfälscht halte.

Es ist aber eine bewährte und gar nicht so seltene Desinformationstechnik, zunächst den eigenen Plan als eine Art „Drehbuch“ zu veröffentlichen – jedoch „verschmutzt” mit ein paar Dämlichkeiten. Dies lässt man dann in der Öffentlichkeit diskutieren, diffamiert es aber so kräftig, dass letztlich niemand es mehr wagt, darüber nur nachzudenken, ohne sich der Gefahr auszusetzen, lächerlich gemacht zu werden. Wenn Sie Zweifel haben, lassen Sie ein paar Hollywood-„Blockbuster“ vor Ihrem geistigen Auge Revue passieren !

Im Verständnis des Rothschild-Imperiums, das immer großen Wert darauf legte, so „unsichtbar“ wie möglich zu agieren, ist es nur logisch, dass man sehr häufig bestimmte Ereignisse an „magischen“ Daten oder mystischen Orten hat stattfinden lassen, um dem Publikum eine simple Erklärung durch außergewöhnliche „überirdische“ Zufälle anzubieten. Dieses Angebot wurde vom Publikum dank gleichzeitigen medialen Trommelwirbels praktisch immer dankend angenommen.

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1895 nach einem Besuch von Edmond James de Rothschild in Palästina beginnen die Rothschilds die Finanzierung jüdischer Siedlungen dort, Basis des von Ihnen geplanten „eigenen“  Staats Israel.

1897 begründen Rothschilds den „Zionistischen Weltkongress”, mit dem Ziel Juden für das Ziel eines jüdischen Staats zu mobilisieren. Das Rothschild-Hexagram wird auch für die zionistische Flagge (später Flagge Israels) übernommen.

Da sich die Juden im zunächst vorgesehenen Tagungsort München nicht mit der zionistischen Idee anfreunden konnten, da sie sich im Kaiserreich heimisch fühlten und keine Notwendigkeit eines jüdischen Staats sahen, wurde der Kongress nach BASEL (dem heutigen Sitz der BIS) verlegt. Theodor Herzl, der erste Vorsitzende äußert:

“It is essential that the sufferings of Jews….become worse….this will assist in realization of our plans….I have an excellent idea….I shall induce anti-Semites to liquidate Jewish wealth….The anti-Semites will assist us thereby in that they will strengthen the persecution and oppression of Jews. The anti-Semites shall be our best friends.”

Als eine Delegation der ersten jüdischen Siedler Edmond James de Rothschild bittet:

“If you wish to save the Yishuv (The Jewish settlement) first take your hands from it, and…for once permit the colonists to have the possibility of correcting for themselves what needs correcting.”

antwortet dieser:

“I created the Yishuv, I alone.  Therefore no men, neither colonists nor organisations have the right to interfere in my plans.”

Bedingt durch die Entdeckung grosser Vorkommen an Gold und Diamanten in Südafrika sorgt Rothschild durch seine Beauftragten Lord Milner und Cecil Rhodes für die Entsendung von 400.000 britischen Soldaten, um 30.000 mit Gewehren bewaffnete Buren zu “überzeugen”, die ihr Land nicht aufgeben wollen. Für Männer,Frauen und Kinder, die mit den aufständischen Buren zu sympathisieren verdächtig waren, wurden erstmals in der Geschichte Konzentrationslager eingerichtet. Durch den Sieg der britischen Rothschild-Soldaten erreicht das Imperium eine Monopolstellung bei der Ausbeutung der südafrikanischen Bodenschätzen.

Im 19. Jhdt. gab es in den USA fortwährende Diskussionen um die Währungshoheit, nahezu jede US-Bank konnte gültiges Geld in Form von Zahlungsversprechen ausgeben, andererseits gab /gibt es in der US-Verfassung wohl den -nur für den Staat bindenden- Satz, Geld dürfe vom Staat nur auf der Basis von Gold, Silber etc. geschaffen werden. Demgemäss gab es im 19.Jhdt. mehrere Versuche, den Banken das Recht zu entziehen, selbst Geld zu schaffen, sondern diese Hoheit dem Staat als Monopol zu geben.

Einer, der vielen, die wegen dieser Maßnahme erschossen wurde, ist Abraham Lincoln. Bei dem Mord gibt es einige erstaunliche Parallelen zum J.F.Kennedy-Mord, die ich mir mit einem gewissen Zynismus /Sarkasmus der Urheber erkläre.

Aus der Zeit der ersten Eisenbahnen in den USA stammt Rothschilds Zusammenarbeit (via Kuhn-Loeb) mit Rockefeller, der aus armen Verhältnissen stammte, der jedoch Rothschild von seinen Talenten überzeugt haben muss und der/dessen Nachfahren in den letzten 150 Jahren das Vertrauen des Bankers auch gerechtfertigt haben.

So hat Rockefeller z.B., um die Kontrolle über das Schienennetz anderer zu gewinnen, Transport-Preise drücken können, das geht nur, wenn man einen Finanzier im Rücken hat, der einem die Zeitspanne über Wasser hält, bis die Konkurrenten übernommen sind.

Danach konnte Rockefeller die Transportpreise nach Belieben gestalten. Ebenso haben Rockefellers rechtzeitig die Chancen von Erdöl und automobilem Verkehr erkannt und mit den gleichen Methoden die Kontrolle über diese neue Branche erworben. (Standard Oil, Exxon)

Die Erfahrung des 19. Jhdts. permanenter präsidentialer Versuche, den Banken das Recht auf Geldschöpfung zu entziehen, hat natürlich zur Suche nach einer Lösung geführt, denn irgendwann fällt es dann doch auf, wenn dauernd Präsidenten erschossen werden.

Bereits 1907 hatte Jacob Schiff vor der New Yorker Handelskammer gedroht:

“Unless we have a Central Bank with adequate control of credit resources, this country is going to undergo the most severe and far reaching money panic in its history.“

Mit der Börsenpanik von 1907 und dem Crash von 1909, ausgelöst durch den Rothschild-Verbündeten und szt. mächtigsten Banker der Wallstreet J.P.Morgan setzte man bereits ein Signal, das man als Argument für ein “stabilisierendes” Zentralbanksystem verwenden konnte.

Dies alles führte zum Geheimtreffen auf Jekyll-Island 1910 der 13(?) wichtigsten Banker, die szt. 1/3 des gesamten Weltvermögens repräsentierten. Hilfreich für eine Einigung war es sicher, dass alle Bankiers sich durch die jüdische Religion als “verbrüdert” empfanden. Es war eine der Branchen, in denen Juden immer tätig sein durften, während z.B. viele Handwerke etc. zeitweise von Juden -aus welchen Gründen auch immer- nicht ausgeübt werden durften.

Bei diesem Treffen wurde vereinbart, das Federal Reserve System in den USA durch- und damit den Auftrag des Rothschild-Gründers umzusetzen und wie das geschehen sollte.

Ein Problem war, dass der bei der Bevölkerung sehr beliebte Präsident Taft nicht für den FED-Plan war und auch der Kongress mehrheitlich dagegen.

Man fand mit Woodrow Wilson einen ebenso ehrgeizigen wie charakterschwachen Politiker, der mit einem bis dahin einzigartigen Wahlkampf , verbunden mit entsprechendem finanziellen Einsatz der Banker, Präsident werden sollte und der Im Gegenzug dafür den FED-Plan durchsetzen und unterschreiben sollte.

Trotzdem bestand die Gefahr, dass der farblose Wilson gegen den populären Taft die Wahl verlieren könnte, deshalb wurde Ex-Präsident Teddy Roosevelt, nachdem er bei den Republikanern die Vorwahl gegen Taft verloren hatte, über die von ihm gegründete Bull Moose Party nochmal aktiviert, um dem Taft-Lager Stimmen abzunehmen. So wurden die Gegner Wilsons auf zwei Lager aufgesplittert und der farblose Wilson wurde Präsident.

Behalten Sie dies im Kopf:
Dies ist das Paradebeispiel einer DEMOKRATIE nach “westlichem Muster”. Seither sind alle aus freien Wahlen hervorgegangene Führer nach diesem Muster an die Macht gefördert worden, um Rothschilds Pläne voran zu treiben.

Dennoch scheiterte die erste FED-Vorlage, der sog. Aldrich-Plan im Kongress, möglicherweise weil Aldrich selbst Teil der Jekyll-Island “Verschwörung” war.

Daraufhin wurde die Vorlage “überarbeitet” und die Kritikpunkte der Abgeordneten scheinbar korrigiert, in Wahrheit umgeschrieben und versteckt. (Ähnliches geschehen aktuell mit der abgelehnten EU-Verfassung, die im Kostüm des Lissaboner Vertrags durchgewinkt werden konnte)

Diese 2.Vorlage unverfänglich verbunden mir den Namen von 2 Abgeordneten (Glass, Willis) wurde dem Kongress kurz vor Weihnachten 1913 vorgelegt, einem Zeitpunkt, als zahlreiche Abgeordnete schon nach Hause abgereist waren, die anderen möglichst schnell dorthin wollten. So passierte das, was Louis Mc Fadden später benannte:

Die Ausplünderung der Vereinigten Staaten durch die Federal Reserve ist das größte Verbrechen in der Geschichte …

Louis Mc Fadden wurde 1936 als Vorsitzender des FED-Untersuchungsausschusses vergiftet, man kann nur raten in wessen Auftrag. Ein weiterer erbitterter Gegner der FED-Pläne war übrigens Charles Lindberg sr., der Vater des späteren Atlantik-Fliegers , dessen Baby wiederum entführt wurde…Auch hier liegt nahe, wer hinter dieser Entführung stand.

Lindbergh sagte über den Federal-Reserve-Act:

…dieser “Act” etabliert den gigantischten aller Trusts auf dieser Erde…
Es kennzeichnet einen TRUST, dass niemand weiss, wer dahinter steckt.

Ich konnte niemanden finden, der seinen Widerstand gegen Rothschild‘sche Pläne nicht hätte büßen müssen, im günstigen Fall mit dem Machtverlust – im ungünstigen Fall mit dem Leben.

Im Gesamtzusammenhang zum Ende dieser Vorgeschichte muss man sehen,

  • dass die Welt immer noch europazentriert war
  • dass ein Jahr später der 1.Weltkrieg begann
  • dass zu diesem Zeitpunkt das brit.Commonwealth, in dem Rothschild (s.o)   mehr als nur einflussreich war, die Welt dominierte aufgrund seiner enormen Übersee-Besitzungen und
  • dass England mit dieser Situation sehr gut leben konnte, weil in den Kronkolonien Millionen zum Wohle der Insel, jedoch vor allem auch Rothschilds, tätig waren.
  • dass jedoch das deutsche Kaiserreich seit 1870 -und das weitgehend aus eigener Leistung der Bevölkerung- zunehmend an Einfluss und Wohlstand gewann,insofern die europäische Zentralmacht war, das aus sich heraus reichste Land Europas mit enormem Wachstum.

Es gab die Goldmark und nach allen Berichten lebte die Bevölkerung in (zeitgemäss) sehr guten Umständen.

Zudem lebten in diesem Kaiserreich (wie auch im Rest Europas) natürlich auch jede Menge Deutsche jüdischer Religion, in aller Regel hochangesehen, in leitenden Positionen von Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst.

Antisemitismus , den Begriff gab es damals gar nicht, es interessierte nur am Rande , welcher Religion welcher Deutsche oder Europäer angehörte. Insofern bestand in Deutschland und im wesentlichen in ganz Europa wenig Interesse an den Plänen der Zionisten eines „besseren Lebens“ in der palästinensischen Wüste.

Die Rothschilds müssen recht früh klar erkannt haben, dass es zu gefährlich sein würde, zu versuchen “die Kontrolle über die Währung” der ganzen Welt von England aus anzustreben. Die britische Insel ist schon räumlich und von der Bevölkerung her klein. Eine Machtkonzentration in der Hand einer “glaubensbasierten” Minderheit wäre dort rasch aufgefallen, zudem war eine Monarchie „störrischer“ Briten potentiell nicht so leicht zu dirigieren wie eine “Demokratie”, deren Spielregeln man selbst erschaffen durfte. Auch hätte England selbst leicht unfreiwillig in Kriege verwickelt/erobert werden können, was dann möglw. den Untergang oder Machtverlust des bestehenden Banksystems ausgelöst hätte.

Allein aus geopolitisch-strategischen Überlegungen war Nordamerika wesentlich sicherer, zudem hatte man dort bereits jahrelang darauf hingearbeitet, die Machtkonzentration rund um Rothschild (und seine zionistischen Verbündeten) vernebeln zu können.

  • 1913 wurde die Mitte des 19.Jhdts als Geheimbund gegründete B‘NAI B‘BRITH an der New Yorker Wallstreet offizielles Aushängeschild der einflussreichsten Zionisten. Heute hat diese Organisation weltweit 160.000 Mitglieder (jüdische Religion ist hierfür Bedingung – Ausnahme heute Ehrenmitglieder wie Dr.H.Kohl und Frau Dr.A.Merkel) , man darf davon ausgehen, dass in dieser Organisation alle Mitwirkenden des Rothschild-Imperiums aufzufinden wären.
  • als Unterorganisation wurde 1913 die sog. ADL (Anti-Diffamation League) gegründet, deren einzige Aufgabe darin bestand, jeden als Antisemiten zu beschimpfen, der Rothschilds Allmacht kritisierte.
  • Auch die 1909 durch Rothschilds Beauftragten Jacob Schiff gegründete NAACP, die sich offiziell für die Rechte der Farbigen einsetzte, tatsächlich aber dazu benutzt werden sollte, Spannungen zwischen Weissen und Farbigen zu schüren und den Fokus auf “Diskriminierung” zu setzen, diente Rothschilds zionistischen Plänen – unter Leitung von Schiff, Billikopf und einem Rabbi namens Stephan Wise.

Wie man -im Gegensatz zu dieser heuchlerischen Gründung- der Geschichte der letzten 100 Jahre entnehmen kann, hat das Imperium kaum etwas noch mehr herabgewürdigt als die Farbigen und den Kontinent Afrika.

Schließlich muss man muss sich vor Augen halten, dass Rothschild immer noch sein eigenes, inzwischen verfeinertes Informations-, Desinformations- und eben auch Sabotagenetz in Europa unterhielt, das ihm einen Informationsvorsprung vor anderen Bankiers sicherte, das aber auch in der Lage war, Ereignisse auszulösen, mit denen kein anderer Marktteilnehmer rechnen konnte. Dieses Rothschildsche Info-+ Desinfosystem trägt übrigens heute den Namen CIA.

Auf die Brieftauben konnte man irgendwann verzichten, denn durch die Kontrolle der drei führenden europäischen Nachrichtenagenturen Wolff in Deutschland, Reuters in England und Havas in Frankreich war Rothschild längst in der Lage, die eigene “Wahrheit” zur unbestreitbaren Tatsache zu machen.

Wenn dann aus den nun folgenden Ereignissen Rothschild weitere Profite in unvorstellbarem Ausmass erzielen konnte, führte dies natürlich zu einer gewissen Legendenbildung eines “genialen” Bankiers.

Es musste nach all dem logischerweise (?) das Ziel Rothschilds sein, das Machtzentrum der Erde nach Amerika zu verlagern, von dort aus die Währungskontrolle zu installieren, da Amerika aus damaliger Sicht von Europa aus praktisch unangreifbar war.
Und weil Kriege immer ein Erfolgsrezept der Banker waren, reiche Länder deren Besitztümer abzunehmen, war ein Krieg in Europa das beste Rezept.

Und wenige Tage nachdem die FEDERAL RESERVE im August 1914 ihren Betrieb aufgenommen hatte, begann der 1.Weltkrieg, bei dem Rothschilds sowohl Deutschland wie auch deren Gegner Frankreich und England finanzieren.

Dieser Krieg bildet den Auftakt zur Umsetzung einer neuen Rothschild-Doktrin, die heißen könnte:

Gib mir die Macht über die Währung der Welt und es interessiert mich nicht mehr, wer die Gesetze auf dieser Welt macht….

* Am Ende des 1.Weltkriegs, der für den Gang der Geschichte viel ausschlaggebender war als der 2.Weltkrieg, hatte Rothschild alle beteiligten Staaten der Erde zu seinen Zinsknechten gemacht.

* Die darauffolgenden 90 Jahre kann man durchweg als logische Folge sehen und man versteht dann, warum unsere geschichtliche Bildung so wenig über den 1.Weltkrieg erzählt und so viel mehr über den 2.Weltkrieg, der eigentlich nur der Schlußstein des Rothschild-Plans war.

(Fortsetzung folgt)


von lupo cattivo




Jan 262010

von PI

Eine neue Studie zum werten Wohlbefinden unserer Mitbürger mit diesem ganz speziellen “Hintergrund” wurde durchgeführt. Nach den Ergebnissen von “At Home in Europe – Muslims in Europe”, fühlen sich Moslems in Deutschland pudelwohl, identifizieren sich aber nicht mit Deutschland.

Zu Berlin fühlten sich aber 70 Prozent der hier lebenden Muslime zugehörig, sagte die Ethnologin Nina Mühe, die den Berlin-Teil der Umfrage erstellte. “Die Menschen sind stolz, Kreuzberger und Berliner zu sein”. Doch der Satz: “Ich bin stolz, Deutscher zu sein”, geht ihnen nicht über die Lippen. Aber Hartz IV finden sie klasse.


Quelle: Politically Incorrect

von Roland Woldag

Über das alternativlose Verhartzen

Wenn Arbeitnehmer kurzarbeiten, übernimmt die Bundesagentur für Arbeit mit dem Kurzarbeitergeld einen Teil des Lohnausfalls. Die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen findet es sei richtig, „zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise“ der BA einen Zuschuss von 15,8 Milliarden Euro zu zahlen, denn für die zukunftsorientierten Bereiche Forschung und Bildung flössen im nächsten Bundeshaushalt ja auch bloß drei Prozent oder knapp 11 Milliarden Euro.

Kurzarbeit wird besonders durch staatsgehätschelte Großbetriebe ausgenutzt und bei populären Marken adressiert die Systempresse gern mal einen unvorteilhaften Elendsbericht an die Amateurregierung, wenn es nicht läuft. Die Belegschaften in diesen Betrieben sind zwar völlig überaltert, was auch bedeutet, dass die meisten saturiert leben, das Haus bezahlt haben und die Kinder aus dem Haus sind, aber gelitten wird in Deutschland auch auf hohem Niveau. Der gelernte Linke weiß außerdem von den Vögeln, dass wer am weitesten den roten Schnabel aufsperrt, auch stets am üppigsten gefüttert wird. Und der 50jährige, der seit 30 Jahren den Laden in Gang hält denkt sich, Kurzarbeit sei doch mal der gerechte Ausgleich dafür, dass man sein Leben lang der Zahlemann war. Nie war die Arbeitswoche so entspannend wie heute, dauert sie doch nur drei bis vier Tage.

Einfach herrlich – das kann so bleiben

Allerdings verbleiben den Unternehmen bei Kurzarbeit die „Remanenzkosten“, also der Lohn während des Urlaubs oder bei Krankheit, tarifliche Sonderzahlungen, die Ausgaben für die betriebliche Altersvorsorge, das Weihnachtsgeld, usw. Das sind pro nicht geleisteter Arbeitsstunde rund 7 Euro. Kurzarbeit können sich also nur große, ohnehin staatlich subventionierte Läden leisten, bei steuerlich abgezockten, selbstausbeutenden „Krautern“ ist das oft schon der Lohn.

Niemand zweifelt aber daran, dass die Kurzarbeitsreglung Arbeitsplätze sichert und der Wirtschaft hilft! Wieso eigentlich nicht?

Würde über die oben genannten Leistungen hinaus kein staatliches Kurzarbeitergeld gezahlt und würde man mich vor die Wahl stellen, vorläufig nur 30 Stunden im Monat zu arbeiten und bezahlt zu bekommen oder alternativ zu kündigen, würde ich dann kündigen? Wohl nicht.

Warum sichert dann das Kurzarbeitergeld des Staates, welches zielgenauer Arbeitsabstinenzprämie hieße, meinen Arbeitsplatz, wenn ich für das Lebengenießen vom Staat noch einen Zuschuss erhalte, obwohl ich meilenweit entfernt von einer Notlage bin? Wieso sollte es meinem Betrieb helfen, wenn ich mir staatssubventioniert die regelmäßige Arbeit abgewöhne und langsam verhartze? Läuft man unter diesen Umständen seiner Firma davon, um anderswo 40 Stunden zu arbeiten?

Doch eher selten, denn man hat ja auch mehr Zeit für „Nebenbei-Arbeit“, wenn es finanziell mal klemmt: Durch Kurzarbeit dürfte die Schwarzarbeit 2009 um fünf bis sechs Milliarden auf insgesamt rund 253 Milliarden Euro gestiegen sein, meinte der Linzer Wirtschaftswissenschaftler Friedrich Schneider in der „Wirtschaftswoche“. Für 2010 erwartet Schneider wegen steigender Arbeitslosenzahlen eine weitere Zunahme um fünf bis acht Milliarden Euro.

Doch auch bei der Schwarzarbeit kassiert die Staatshydra gierig mit, wenn sie vom Schwarzgeld 19 Prozent Mehrwertsteuer über den Konsum absaugt. Das ist immer noch unanständig viel – ein schlanker Staat, der sich auf die hoheitlichen Aufgaben Rechtswahrung und Verteidigung beschränkte, könnte mit dem Zehnten auskommen. Solch ein Staat würde sich auch nicht mit der Kalkulation von Sozialversicherungsleistungen abgeben: Das Defizit bei Bundesagentur für Arbeit (BA), Krankenkassen, Renten- und Pflegeversicherung schnellte vor allem wegen der Kurzarbeit in den ersten drei Quartalen des  Jahres 2009 um 11,6 Milliarden Euro auf 16,6 Milliarden Euro in die Höhe. Das gleicht man dann mit Beitragserhöhungen und Neuverschuldung wieder aus…

Gerade verteidigte Finanzinnenminister Schäuble die hohe Neuverschuldung des Bundes, die inklusive Schattenhaushalte in diesem Jahr bei knapp 100 Milliarden Euro liegt. Ohne Schattenhaushalte steigt die Neuverschuldung um 85,8 Milliarden Euro, das sind 51,7 Milliarden Euro mehr als im vergangenen Jahr. Davon geht der größte Teil in die „soziale Umverteilung“, nämlich 54 Prozent oder fast 177.000.000.000,- Euro (In Worten: einhundertsiebenundsiebzig Milliarden). Weitere 38 Milliarden Euro oder zwölf Prozent der Gesamtausgaben zahlen die letzten produktiven Steuersklaven für die Zinslast.

Damit sind schon zwei Drittel des Bundesetats weg, für etwas, was das die Bezeichnung Struktur- oder Wirtschaftspolitik  verdiente, bleibt da nichts mehr übrig. Und Ordnungspolitik ist sowieso ein vergessener Begriff aus dem vorigen Jahrhundert.

Außer gemütlichem und privilegiertem Sterben scheint dieser Drohnenstaat nichts mehr vorzuhaben. Zum Bundeshaushalt von 325 Milliarden Euro, bei dem rund ein Drittel auf Pump finanziert und das meiste rücksichtslos und asozial verfressen wird, sagte Schäuble nun folgendes: „Die krisenbedingte Rekordneuverschuldung ist eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit.“ Das finden alle Nettostaatsprofiteure – also die demokratische Mehrheit – auch.

Da kann man nur noch Ron Paul zitieren: „Es ist surreal; es ist einfach unglaublich, eine große Absurdität; eine große Täuschung, ein Wahn monumentalen Ausmaßes, aufgebaut auf absurden Vorstellungen und auf Ideen, deren Zeit niemals hätte kommen dürfen.“

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Quelle: ef-magazin Feed

Jan 152010

von Rolf Ehlers

Es gibt Begriffe, die nur angetippt werden müssen und eine ganze Welt voller Geschichten und Einsichten öffnet sich. So ist das mit der Kleptokratie.

Auch wenn jemand das Wort noch nie gehört oder gar benutzt hat, erschließt sich aus den bekannten griechischen Wortstämmen kléptein, “stehlen” und krateïn, “herrschen” eine “Herrschaft der Plünderer” bzw. eine “Diebesherrschaft.” Sofort kommt die Assoziation zu den Kleptomanen auf und zu den Staatsformen wie der Demokratie. Im engeren Sinne ist die Kleptokratie eine Herrschaftsform, bei der die Herrschenden willkürliche Verfügungsgewalt über Besitz und Einkünfte der Beherrschten haben und entweder sich oder ihre Klientel auf  Kosten der Beherrschten bereichern.

In vielen Fällen ist mit der Entreicherung der Beherrschten eine gewisse Heimlichkeit verbunden. Diese ist aber nicht zwingender Bestandteil des Begriffs.

Oft fängt ein kleptokratischen System aber heimlich an, um dann das Visier herunter zu lassen und mit brutaler Gewalt seine Position zu erhalten.

Der Begriff Kleptokratie ist eine gelungene Wortschöpfung des Franzosen Patrick Meney, der ihn erstmals in 1982 in seinem Buch La kleptocratie: La delinquance en URSS verwendet hat, in dem er die Zustände in Russland unter Jelzin beschreibt. Es kommt uns aber so vor, als ob es den Begriff doch schon immer gegeben hätte, so sehr vertraut klingt er. Der Grund dafür ist der, dass – Verfassung hin oder her – es in aller Geschichte fast immer so war, dass die, die die Macht im Staate an sich rissen oder zugesprochen bekamen, sich, ihre Günstlinge oder Fremde, denen sie sich andienten zu lasten der Beherrschten begünstigten.

Wer denkt bei diesem Thema nicht sofort auch an die Klientelpolitik der Regierungspartei FDP, die umzusetzen sich die “Kanzlerin” gerade noch einmal stark gemacht hat! Schwarz-Gelb sind sich zwar nach außen nicht einig, ob sie die Steuerversprechen für Betuchte noch bezahlen können. Tatsächlich wisen beide genau, dass sie und vor ihnen Schwarz-Rot nur noch mit Mitteln operieren, die es nicht gibt. Sie glauben auch nicht, dass die gewaltigen Schulden, die gemacht wurden, jemals zurückgezahlt werden, weil die große Inflation ja ohnehin unvermeidbar ist. Aber sie sind sich völlig einig darüber, dass sie die, die sie die “Leistungsträger” in unserer Gesellschaft nennen, begünstigen wollen.

Eine in diesem Sinne etwas erweiterte Auslegung des Begriffes macht Sinn, dann nämlich, wenn wie hier ein Herrschaftssystem Teile der Beherrschten untereinander ausspielt, also den einen Teil auf Kosten des anderen begünstigt. Meist sind es die Wenigen, die auf Kosten der Meisten bereichert werden. Das Dritte Reich hat hingegen gezeigt, dass es auch andersherum geht, indem die große Masse der Bürger mit Wohltaten bei Laune gehalten wird, während Minderheiten brutal enteignet un entrechtet wurden.

s. Götz Aly: Hitlers Volksstaat, S. 386, Fischer, 2006

Typische Besipiele für durch und durch kleptokratische Verhältnisse sind Länder wie Nigeria und das seit der französischen Kolonialzeit gebeutelte Haiti, in denen eine verschwindend kleine Mischpoke von steinreichen Familien Millionen Habenichtsen gegenübersteht. Wenn man allerdings sieht, wie bei uns bewusst das Prekariat herangezüchtet und durch die Eingriffe des Gesetzgebers unser Arbeitsmarkt immer mehr einem Sklavenmarkt gleicht, wird klar, dass die bestehende heimliche Kleptokratie hinter dem Schild des demokratischen palamentarischen Systems in unserem Lande bald für jedermann offen sichtbar sein wird.

Den Begriff der Kleptokratie zu überdehnen macht indessen keinen Sinn. Bei einer allein instrumental verstandenen Auslegung könnte man den darunter auch auf die Verhältnisse in Norwegen fassen. Denn dort lässt die Regierung den Großteil der Gewinne aus dem Ölgeschäft nicht bis ans Volk gelangen, sondern investiert sie in die Infrastruktur des Landes und in zukunftsträchtige Institutionen im Interesse der Allgemeinheit. Das Wort Kleptokratie verliert aber seine Aussagekraft, wenn man sich in seiner Anwendung vom wichtigen Wortteil kléptein, der rechtswidrigen Wegnahme, entfernt. Unsere formale Demokratie in Deutschland ist materiell gesehen eine erbärmliche Kleptokratie, die norwegische ist das genaue Gegenteil.


Quelle: Readers Edition


von Holger Roehlig

Warum um Himmelswillen sind es IMMER NUR die Älteren, die Pensionäre, die die Wahrheit sagen? Siehe Poullain beispielsweise.

Ich kann keine Witze mehr machen, kann nicht mehr fragen, ob Prof. Hankel unter die Adepten der Astrologie Hamburger Schule gegangen ist. Die Lage ist zu ernst, da vergeht selbst mir der Galgenhumor. (Prognose für 2009 / 2010. Wahr aber sarkastisch: Wann Rezession vorbei sein wird)

Das Volk ist so dermaßen hintergangen, gelinkt, betrogen worden, dass ich reihern könnte. Professor Hankel sagt uns, dem Volk für 2010 Grausiges voraus. Er kritisiert, dass öffentliche Gelder gespendet wurden für private Schulden, die Banken untereinander hatten.

Das Interview beginnt damit, dass Prof. Hankel damit konfrontiert wird vom Interviewer, dass sämtliche Medien behaupten die Krise sei vorbei. Seine Antwort erschreckt weniger von dem Inhalt her – den Inhalt diagnostizierte dies Blog schon vor über einem Jahr – sondern durch die Art, die Form, wie Prof. Hankel antwortet: Ruhig, gefasst, ernst. So, genauso, verhält man sich wenn es an das Eingemachte geht, an die Substanz, wenn es ums Leben geht, um die nackte Existenz.

Teil 1:

„Beinbruch mit Kukident behandelt“

In Teil zwei konstatiert Professor Hankel, das private Banken völlig sinnlos mit öffentlichen Geldern gerettet wurden. Er sagt, man hätte sie pleitegehen lassen sollen. Er sagt es sei falsch zu behaupten wir hätten sonst keinen Zahlungsverkehr mehr und er begründet warum. Er meint sowohl die Deflationisten hätten – kurzfristig – recht als auch – später – die Inflationisten und hält einen Brummer, wie ihn Deutschland 1923 erlebte – Hyperinflation – für möglich.

Teil 2:


Quelle: Analyse + Aktion

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Sep 222009

Von Gerd Schultze-Rhonhof

Der Vertrag von Versailles schuf neben vielen anderen Schwierigkeiten drei Fakten für Polen und für Deutschland, die das nachbarliche Verhältnis beider Länder stark belasten sollten. Zum ersten wurde Danzig von Deutschland abgetrennt und zur teilsouveränen Republik „Freie Stadt Danzig“ erklärt, obwohl knapp 97 Prozent der Bewohner deutschsprachig waren. Damit wurde sie zu einem eigenen Staat gemacht.

Die Hypothek, die die Sieger den Danzigern dabei ins „Grundbuch“ schrieben, bestand darin, daß sie der Republik Polen besondere Zoll-, Post-, Bahn- und Handelsrechte in Danzig eingeräumt, sowie die außenpolitische Vertretung Danzigs zugesprochen hatten. Ansonsten stand die Freie Stadt unter dem Protektorat des Völkerbunds, also der Siegermächte selbst. Diese Konstruktion eines kleinen Staates mit dreigeteilter Souveränität war schon ein Pulverfaß an sich.

Konfliktstoff für Deutschland und für Polen aufgetürmt

Das zweite Faktum war, daß Westpreußen mit immerhin 70 Prozent deutscher Bevölkerung, die Provinz Posen mit noch 30 Prozent Deutschen und ein Teil Oberschlesiens von Deutschland abgetrennt und Polen zugesprochen worden waren. Damit waren etwa zwei Millionen deutsche Bürger gegen ihren Willen polnische Staatsbürger geworden. Die große Mehrzahl dieser Deutschen hat ihre „Umwidmung“ nicht einfach hingenommen.

Sie fühlte sich ihren neuen „Herren“ gegenüber zu keiner Loyalität verpflichtet, und die polnische Regierung hat ihre Deutschen umgekehrt benachteiligt und kujoniert. Dieser Akt der Sieger, Menschen gegen ihr nationales Bekenntnis fremden Staaten zuzuschlagen, widersprach schon damals dem allgemein postulierten Selbstbestimmungsrecht der Völker.

Die dritte deutsch-polnische Belastung ergab sich ebenfalls aus der erzwungenen Abtretung Westpreußens an Polen. Damit entstand ein polnischer Landstreifen zwischen dem Kern des Deutschen Reichs und der von nun an von Deutschland abgetrennten Provinz Ostpreußen. Es entstand der „polnische Korridor“. Auf diese Weise hingen Ostpreußens Wirtschaft und besonders seine Energieversorgung auf einmal von den Verkehrswegen durch nun polnisches Gebiet ab.

1920 wurde dazu vertraglich festgelegt, daß die Verkehrsverbindungen nach Ostpreußen für Personen, Waren und vor allem Steinkohle aus Oberschlesien über acht Eisenbahnstrecken durch Polen laufen sollten und daß die Transitgebühren dafür in Zloty zu entrichten wären. Das alles war bis zu Beginn der Weltwirtschaftskrise kein Problem, wurde dann aber zunehmend zu einer schweren Belastung für das deutsch-polnische Verhältnis. Mit diesen, im wesentlichen drei Problemen hatten die Siegermächte in Versailles soviel Konfliktstoff für Deutschland und für Polen aufgetürmt, daß ein gedeihliches Nebeneinander zwischen den zwei Nachbarstaaten ohne spätere Korrekturen fast ausgeschlossen war.

Keine Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden

Auch Politiker auf der Siegerseite haben das schon früh erkannt. Der englische Premierminister Lloyd George prophezeite bereits auf der Konferenz von Versailles: „Der Vorschlag der polnischen Kommission, daß wir 2.100.000 Deutsche der Autorität eines Volkes (…) unterstellen sollen, das im Laufe der Geschichte niemals gezeigt hat, daß es sich zu regieren versteht, würde uns früher oder später in einen neuen Krieg in Osteuropa führen.“

Auch William Bullitt, Mitglied der US-Delegation in Versailles, schrieb 1919 aus Paris nach Washington an seinen Präsidenten Woodrow Wilson: „Die ungerechten Beschlüsse der Versailler Konferenz über Shantung, Tirol, (…), Ostpreußen, Danzig, das Saargebiet (…) machen neue internationale Konflikte sicher.“ Pierre Laval, der französische Ministerpräsident, bezeichnete den polnischen Korridor bei seinen zwei Amerikabesuchen 1931 mehrmals als Ungeheuerlichkeit und als Mißbildung.

Noch deutlicher bezog sich Winston Churchill am 24. November 1932 mit seiner Warnung vor dem Unterhaus in London auf die deutsch-polnischen Probleme: „Wenn die englische Regierung wirklich wünscht, etwas für die Förderung des Friedens zu tun, dann sollte sie die Führung übernehmen und die Frage Danzigs und des Korridors ihrerseits wieder aufrollen, solange die Siegermächte noch überlegen sind. Wenn diese Fragen nicht gelöst werden, kann keine Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden bestehen.“

Als der Krieg dann näherkam, führte Lord Lothian, der spätere englische Botschafter in Washington, in einer Rede am 29. Juni 1937 in London aus: „Wenn wir das Prinzip der Selbstbestimmung der Völker zugunsten Deutschlands anwenden würden, so wie es zu seinen Ungunsten in Versailles angewandt worden ist, würde das Ergebnis folgendes sein:

1. Die Wiedervereinigung Österreichs mit Deutschland, 2. die Rückkehr der Sudetendeutschen, Danzigs und wahrscheinlich des Memellands ins Reich und 3. gewisse Regelungen mit Polen in Schlesien und im Korridor.“ Diese Ursachen für einen neuen Krieg hatten die Sieger in Versailles selbst geschaffen und sie nicht beseitigt, als die Zeit dafür längst reif war und als sie noch die Macht dazu hatten. Ab 1933 rührte sich mit den Nationalsozialisten eine neue Kraft, die sich verpflichtet fühlte, mit den parteiübergreifend in Deutschland so bewerteten „Ungeheuerlichkeiten“ von Versailles aufzuräumen.

Quellennachweis:
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M518bd9d43cd.0.html

Sep 222009

Von Gerd Schultze-Rhonhof

Dem Vertrag von Versailles folgten zwanzig Jahre zwischen beiden Kriegen, in denen das deutsch-polnische Verhältnis nicht immer unerfreulich war. Der Anfang war unglücklich und das Ende tragisch. Von 1934 bis 1938 gab es eine Zwischenzeit der Annäherung und zunehmender Verständigung. Beide Regierungen hatten im Prinzip zwei unterschiedliche Staatsaufassungen, was ihre Souveränitätsansprüche anging. Polen sah sich dabei als Nachfolger des historischen Groß-Litauen-Polen.

So herrschte Polen 1921 über ein Reich, das weit über die polnischen Sprachgrenzen hinausging, in dem auch elf Millionen Ukrainer, Deutsche, Weißrussen, Litauer und andere Minderheiten lebten. Im Deutschen Reich sah man sich als eine in einem Staate organisierte Volksgemeinschaft, als Gesamtheit aller Deutschen. Beide Auffassungen mußten kollidieren, wo sich die Ansprüche überlappten: in der Freien Stadt Danzig, in der Nordhälfte des polnischen Korridors und in einem Teil Oberschlesiens.

Alle Regierungen der Weimarer Republik vor Hitlers Regierungsantritt hatten den deutschen Anspruch auf die zwangsweise abgetretenen Gebiete mit deutscher Bevölkerung deshalb nie aufgegeben, auch wenn sie gewaltsame Wiedervereinigungen abgelehnt hatten. Erst Hitler bot 1938 die Anerkennung der polnischen Gebietserwerbungen seit 1920 als Preis für eine Wiedervereinigung der Freien Stadt Danzig mit dem Deutschen Reich an.

Endloses Kompetenzgerangel

Ein Dauerbrenner zwischen beiden Kriegen war der Streit der Republik Polen mit der Regierung der Freien Stadt Danzig und mit dem Rat sowie dem Hohen Kommissar des Völkerbunds um die Souveränität. Bei diesen Streitigkeiten stand Deutschland meist unbeteiligt außen vor. Kaum war die Verfassung der Freien Stadt Danzig vom 19. August 1920 drei Monate alt, begann Polen mit Versuchen, diese Verfassung und die ihr entsprechende Verfassungspraxis mit zahllosen Interventionen, Anträgen, Klagen und Aktionen zu seinem Vorteil zu verändern. Es ging dabei immer um die souveränen Hoheitsrechte der Freien Stadt, die Polen nicht anerkennen, sondern auf sich selber übertragen haben wollte.

Der Staat Polen hatte von den Siegermächten eine Reihe von Rechten eingeräumt bekommen und begann alsbald, die entsprechenden Behörden im Freistaat einzurichten. Die Mischung polnischer und Danziger Behörden in den Bereichen Post, Bahn, Zoll und Wasserstraßen im Freistaat programmierte ein endloses Kompetenzgerangel vor. Als der Staat Polen in den Folgejahren versuchte, sich die Freie Stadt Danzig in einer Serie vieler kleiner Schritte einzuverleiben und den Hohen Kommissar des Völkerbunds mit immer neuen Forderungen bombardierte, um den in Versailles erhobenen Anspruch auf Danzig doch noch durchzusetzen, erwies sich, daß dieses Konstrukt eines selbständigen Kleinstaats mit vielen ihm entzogenen Hoheitsrechten auf Dauer so nicht lebensfähig war.

Polen mußte sich zwischen 1921 und 1924 wiederholte Male vom Völkerbund belehren lassen, daß es keine Oberherrschaft über Danzig auszuüben habe. 1920 beantragte Polen zum Beispiel, als Protektoratsmacht über den Freistaat eingesetzt zu werden und polnische Truppen in Danzig stationieren zu dürfen. Der Völkerbund lehnte dieses Ansinnen 1920 ab. 1921 legte Polen 24 eigene Behörden in den Freistaat und verlangte für sie einen exterritorialen Status, genauso wie für die polnischen Liegenschaften, Schiffe und Beamten in der Stadt. Der Rat des Völkerbunds entschied aber, daß polnische Einrichtungen, Schiffe und Beamte auf Danziger Gebiet der Danziger Gerichtsbarkeit und Polizeigewalt unterworfen seien und dort keine Exterritorialität besäßen.

Zugriff des polnischen Staates

Außerdem verlangte der Völkerbund, daß eine Eisenbahndirektion für die Verwaltung der polnischen Eisenbahn in Polen wieder aus dem Freistaat nach Polen zurückzuverlegen sei. 1921 versuchte die polnische Regierung den Danzigern ihre nationalen Visa-Bestimmungen aufzuzwingen. Polnische Behörden begannen, die Danziger Pässe von Danziger Bürgern einzuziehen und durch polnische Papiere zu ersetzen. In beiden Fällen schob der Völkerbund den Anmaßungen der polnischen Behörden sofort den Riegel vor.

Polen dehnte das eigene Postnetz auf fast die ganze Stadt aus, obwohl der polnische Postdienst nach Versailler Vertrag ausschließlich für den Hafen vorgesehen war. Polnische Behörden weigerten sich, die Völkerbundwährung, den Danziger Gulden, auf Danziger Gebiet als Zahlungsmittel anzunehmen, obwohl der an das englische Pfund gekoppelt und damit nicht wertlos war. Das polnische Militär legte gegen den ausdrücklichen Protest des Danziger Senats ein Munitionsdepot im Hafen an. 1923 bekam Polen nach Völkerbundsentscheid statt dessen eine Halbinsel vor der Stadt, die Westerplatte, für die Lagerung von Munition zugewiesen und ein Kontingent von 88 Soldaten zur dortigen Bewachung zugestanden.

Als nächstes versuchte Polen, die Truppe auf der Westerplatte zu verstärken. Auch hier schritt der Völkerbund mit einem Veto ein. 1932 nutzte Polen einen britischen Flottenbesuch in Danzig, um eigene Kriegsschiffe dorthin zu verlegen. Als der Senat der Freien Stadt dagegen protestierte, wurde ihm von Polen mitgeteilt, daß „polnische Kriegsschiffe das nächste öffentliche Gebäude beschießen würden, falls die Danziger Bevölkerung die polnische Flagge auf den polnischen Schiffen beleidige“. Ab August 1932 beanspruchte Polen generell das Recht zum Aufenthalt seiner Flotte im Danziger Hafen. So weitete sich der Zugriff des polnischen Staates auf den Freistaat langsam, aber unaufhörlich aus. Polen hielt den Druck im Danziger Kessel aufrecht, bis der Zweite Weltkrieg ausbrach. Ab 1933 erstarkte in Danzig – wie im Deutschen Reich – die NSDAP und erzeugte Gegendruck.

Quellennachweis:
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M515aabce8ac.0.html

Von Gerd Schultze-Rhonhof

Das neugeschaffene Polen war nach 1919 mit der Angliederung ehemals deutscher, ukrainischer, weißrussischer, litauischer und weiterer Landesteile ein Vielvölkerstaat mit 19 Millionen Polen und 11 Millionen Menschen anderer Muttersprachen geworden, darunter auch zwei Millionen Deutschen.

Polen hatte die Rechte seiner Minoritäten zunächst in dem zum Versailler Vertrag gehörenden Minderheitenschutzvertrag garantieren müssen. Doch die Polen kündigten den Schutzvertrag alsbald und begannen, sich für die früher erduldete Russifizierung und Eindeutschung aus der Zeit der polnischen Teilungen zu rächen. Doch sie gingen mit der Polonisierung derer, die nun Minderheit in ihrem Staate waren, weit über das hinaus, was ihnen selbst zuvor – zumindest unter deutscher und habsburgischer Herrschaft – zugemutet worden war.

Die deutsche Minderheit in Polen nahm bis 1923 auf 1,2 Millionen ab. Als erstes inhaftierte man 16.000 Deutsche als „Staatsfeinde“ in zwei Konzentrationslagern im Posener Gebiet. Ab 1922 wurden alle Deutschen ausgewiesen, die nach 1908 ins Land gekommen waren. Man stellte die Deutschen vor die Wahl, sich für Polen zu entscheiden oder für Deutschland zu „optieren“ und dorthin auszuwandern. Die „Optanten“, die sich zu Deutschland oder Österreich bekannten, mußten ab 1925 das Land verlassen.

Terrorakte gegen Deutsche

Zudem entließ man die deutschsprachigen Beamten. Etwa die Hälfte der deutschen Schulen und Universitäten mußten schließen. Der doppelsprachige Unterricht, soweit nach Kriegsende noch erteilt, wurde per Gesetz verboten. Einem großen Teil der Deutschen genauso wie der Ukrainer, Weißrussen, Juden und Österreicher wurden ihre Arzt- und Apothekerapprobationen und die Geschäfts- und Verlagslizenzen entzogen. Und ansonsten wurde seitens der polnischen Administration geschäftlich alles boykottiert, was nicht polnisch war.

Erst im November 1937 schlossen Polen und das Deutsche Reich einen neuen, bilateralen Minderheitenschutzvertrag, der die Last der Diskriminierung der Volksdeutschen in Polen für kurze Zeit erleichterte.

Als 1938 erst Österreich und dann die Sudentengebiete mit dem Deutschen Reich vereinigt wurden, stieg die Angst der Polen, Deutschland könnte auch Land und dessen Einwohner aus dem Bestand des früheren Deutschen Reichs zurückverlangen. Das feindliche Klima gegen die deutschsprachige Minderheit nahm wieder scharfe Formen an. Terrorakte gegen Deutsche, die Zerstörung deutscher Geschäfte und die Brandstiftungen an deutschen Bauernhöfen nahmen im Frühjahr 1939 ständig zu. Nach der Rückgliederung des Memellandes an das Reich im März wurde die Lage der Deutschen in Polen gänzlich unerträglich.

Identität der Minderheiten gefährdet

Im Sommer 1939 schwoll die Zahl der Volksdeutschen, die dem entkommen und Polen „illegal“ verlassen wollten, ständig an. Bis Mitte August waren über 76.000 Menschen ins Reich geflohen und 18.000 zusätzlich ins Danziger Gebiet. Die Berichte über den Umgang der Polen mit ihrer deutschen Minderheit und die Schilderungen der Geflohenen waren Öl aufs Feuer des deutsch-polnischen Verhältnisses in den letzten Wochen und Tagen vor dem Kriegsausbruch.

Der damalige Staatssekretär Ernst von Weizsäcker schrieb dazu in seinen Erinnerungen: „Unsere diplomatischen und Konsularberichte zeigten, wie 1939 die Welle immer höher auflief und das ursprüngliche Problem, Danzig und die Passage durch den Korridor überdeckte.“

Polen hat von Anfang an die Chance, seine nationalen Minderheiten in ein neues Vaterland zu integrieren, nicht gesucht und, wo sie gegeben war, verspielt. Man machte im neuen Polen nicht einmal den Ansatz des Versuchs, die großen Minderheiten der Deutschen, Juden, Weißrussen und Ukrainer für das eigene Land zu gewinnen. Statt dessen drehte das Bemühen, die Identität der Minderheiten zu zerstören, Haß und Terror in einer Spirale fast zwei Jahrzehnte lang nach oben.

So war 1939 in Deutschland und in Rußland niemand mehr bereit, die Polen als die Opfer der drei früheren Teilungen zu betrachten, denen man historisch etwas schuldete. Man sah in ihnen mittlerweile die Täter gegen Deutsche, Ukrainer und Weißrussen, denen ein schlimmes Schicksal das Los der Minderheit in Polen aufgebürdet hatte.

Quellennachweis:
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5ecd016a13f.0.html

Von Gerd Schultze-Rhonhof

Das Jahr 1939 war nicht nur das Jahr des Kriegsausbruchs. Der Herbst 1938 und der Winter, das Frühjahr und der Sommer 1939 waren auch eine Zeit bemerkenswerter Veränderungen und Verhandlungsbemühungen. Alles begann nach der Konferenz von München im Oktober 1938 mit den deutsch-polnischen Gesprächen über die Zukunft Danzigs und um exterritoriale Verkehrsverbindungen nach Ostpreußen.

Mit dem Zerfall der Tschechoslowakei in drei neue Staaten ein halbes Jahr danach fanden die Verhandlungen zwischen Berlin und Warschau ein abruptes Ende. Hitler vergriff sich an der Rest-Tschechei und ließ sie völkerrechtswidrig als Protektorat besetzen.

Großbritannien ging infolgedessen auf Konfrontationskurs zu Deutschland. Polen ergriff die Gelegenheit und wechselte von der deutschen auf die britische Seite über. Großbritannien stellte Polen einen Persilschein für seinen weiteren Umgang mit dem Deutschen Reich aus. Großbritannien und Frankreich versprachen Polen ihre Unterstützung für den Fall einer deutsch-polnischen Auseinandersetzung um Danzig und die Passage durch den Korridor.

Hitler ging aufs Ganze

Zu allem Überfluß entwickelte sich im Mai 1939 noch der sogenannte Zollinspektorenstreit zwischen der Freien Stadt Danzig und Polen, der beinahe schon im August 1939 den Krieg ausgelöst hätte. In den letzten neun Tagen vor Kriegsausbruch ging Hitler dann aufs Ganze, er verlangte von Polen ein Entgegenkommen bis zum Monatsende. Als das ausblieb, ließ er die Wehrmacht in Polen einmarschieren und löste so den Zweiten Weltkrieg aus.

Nach diesem Parforce-Ritt durch das letzte Jahr vor Kriegsausbruch das Ganze noch einmal im Detail: Der deutsch-polnische Freundschaftsvertrag von 1934 hatte eine stabile Phase des Verhältnisses beider Staaten eingeleitet. Das führte dazu, daß Polen sich im Oktober 1938 seine Landerwerbung in der zerfallenden Tschechoslowakei von Hitler billigen ließ. Polen wollte den tschechischen Teil des Industriegebiets von Teschen annektieren und dabei auch die tschechisch, deutsch und polnisch bewohnte Grenzstadt Oderberg.

Das Auswärtige Amt in Berlin hatte Einspruch gegen die Annexion von Oderberg in Warschau eingelegt, doch Hitler war hier eingeschritten. Er hatte die Grenzstadt Polen zugestanden. Sein Argument: „Wir können nicht um jede deutsche Stadt mit Polen streiten.“ Seine Hoffnung war, daß Polen dafür der Wiedervereinigung der deutschen Stadt Danzig mit dem Deutschen Reich zustimmen würde.

Anerkennung polnischer Gebietserwerbungen angeboten

Bald nach der Annexion des Teschener Gebiets und Oderbergs durch Polen im September 1938 begann Hitler im Oktober Verhandlungen um Danzig, die Transitwege und die Einhaltung der Menschenrechte für die Volksdeutschen in Polen. Sein erstes Angebot: die Anerkennung der polnischen Gebietserwerbungen der altdeutschen Gebiete seit 1918 und die Verlängerung des deutsch-polnischen Freundschaftsvertrags von 10 auf 25 Jahre.

Das erste der beiden Angebote Hitlers war ein großer Schritt Richtung Polen. Alle polnischen Regierungen seit 1924 hatten die Reichsregierungen vor Hitler stets gebeten, ihre Gebietsgewinne in Posen, Westpreußen und Oberschlesien als endgültig anzuerkennen. Alle Regierungen der Weimarer Republik hatten dieses abgelehnt. Hitler bot die Anerkennung als erster deutscher Kanzler an.

Im Januar 1939 legte Hitler noch einmal nach. Er schlug vor: „Danzig kommt politisch zur deutschen Gemeinschaft und bleibt wirtschaftlich bei Polen“, was den bisherigen Status quo Polens unwesentlich verändert hätte. Außerdem lud Außenminister Joachim von Ribbentrop Polen zum Beitritt in den „Antikomintern“-Pakt ein. Bis in den März 1939 hinein gab es sechs Anläufe, die drei deutsch-polnischen Probleme auf dem Verhandlungsweg zu lösen.

Beistandspakt gegen Deutschland

Polen war zwar bereit, das Recht anzuerkennen, den Freistaat von Deutschland diplomatisch im Ausland zu vertreten zu lassen, aber in den territorialen Fragen kam man sich nicht näher. Zu dieser Zeit, im Winter 1938/39, war Polen wegen seiner außenpolitischen Spannungen mit fast allen Nachbarstaaten nach 1920 und wegen der erfolgten Teschen-Annexion in London noch geächtet.

Ende März 1939 aber wendete sich das Blatt. Hitler beging seinen großen Fehler. Er erklärte die Tschechei, entgegen früher gegebenen Versprechen, zum deutschen Protektorat und ließ sie besetzen. Nun brauchten die Briten Verbündete gegen Deutschland. Sie boten Polen einen Beistandspakt gegen Deutschland an. Polen wechselte den Partner und ging auf Großbritanniens Seite über.

Zu diesem Seitenwechsel hatte beigetragen, daß Deutschland im März die von den Slowaken erbetene Schutzherrschaft für ihren neuen Staat übernommen hatte, obwohl die polnische Regierung der Ansicht war, das Privileg der Schutzherrschaft hätte Polen zugestanden. Weitere Faktoren waren die Rückgabe des seit 1923 illegal besetzten Memellands von Litauen an Deutschland und der vom Reich mit Rumänien abgeschlossene Handelsvertrag. Deutschland hatte in kurzer Frist vier Erfolge an Polens Grenzen eingefahren, und Polen war leer ausgegangen.

Eiszeit zwischen Deutschland und Polen

Obwohl die Versuche der deutschen Seite, mit den Polen weiter zu verhandeln, zunächst noch weiterliefen, schloß Warschau Ende März 1939 eine Beistandsabmachung mit den Briten, machte seine Streitkräfte teilmobil, das heißt, es verdoppelte seine Truppen, stellte sieben Armeestäbe auf und ließ Truppen in Richtung Ostpreußen aufmarschieren. Hitler reagierte und gab am 3. April der Wehrmacht erstmals konkret den Befehl, einen Angriff gegen Polen (Fall Weiß) für den Fall vorzubereiten, daß Polen seine Haltung gegenüber dem Deutschen Reich weiter verschärfen sollte.

Nun herrschte Eiszeit zwischen Deutschland und Polen. Dennoch machte die deutsche Reichsregierung noch ein paar Anläufe, weiter zu verhandeln. Doch die polnische Regierung erklärte nun, der Status der Freien Stadt Danzig beruhe nicht auf dem Vertrag von Versailles, sondern auf der jahrhundertelangen Zugehörigkeit Danzigs zum Königreich Polen. Und Posen und Westpreußen gehörten de jure und de facto längst zu Polen. Die von Hitler angebotene Anerkennung der polnischen Gebietsgewinne sei keine Gegenleistung.

Bemerkenswert bei dieser Entwicklung ist, daß Polen die ersten Aufmarschschritte für die Kriegseröffnung eingeleitet hatte. Die neuen Armeehauptquartiere waren bereits an ihren späteren Kriegsstandorten aufgeschlagen und wurden bis zum Kriegsbeginn auch nicht mehr abgerüstet. Zudem hatte Polen den größten Teil der einberufenen 330.000 Reservisten bis zum Kriegsanfang nicht mehr entlassen.

Die Mobilmachung setzte sich im Mai und später in kleinen Schritten fort, wie auch die Verlegung von Truppenteilen an ihre späteren Einsatzorte. Der polnische Aufmarsch war damit drei Monate vor dem deutschen eingeleitet. Die deutschen Mobilmachungs- und Aufmarschvorbereitungen begannen erst am 26. Juni 1939 mit der Verlegung von neun Infanteriedivisionen an die polnisch-deutsche Grenze.

Quellennachweis:
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M57382ee8719.0.html

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